Panel 1 (Nachmittag): Baumwollproduktion in Usbekistan

Usbekistan ist ein zentralasiatisches Land, dem in deutschen Medien wenig Bedeutung beigemessen wird. Dabei ist Usbekistan der drittgrößte Baumwollexporteur der Welt und bestimmt damit auch unsere Konsumgewohnheiten. Über die Folgen des exzessiven Baumwollanbaus, insbesondere die Zwangsarbeit, diskutieren Umida Niyazova und Edda Schlager.

 

Umida Niyazova

Umida Niyazova


Umida Niyazova ist eine usbekische Journalistin und Menschenrechtlerin, die im Exil in Berlin lebt und dort die Nichtregierungsorganisation „Uzbek-German Forum for Human Rights (UGF)“ gegründet hat. Hauptschwerpunkt ihrer Arbeit ist es, die Arbeitsbedingungen der Baumwollernte zu verbessern, welche große Teile der Bevölkerung jedes Jahr im Herbst durch Zwangsarbeit verrichten müssen. Ihren Beruf als Journalistin führte sie in Usbekistan selbst von 2000 bis 2009 aus. Bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg wurde sie vom usbekischen Staat und dessen Geheimdiensten aufgrund staatsschädigenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Tätigkeit überwacht und 2009 schließlich zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Nachdem sich Teile der internationalen Gemeinschaft sowie die deutsche Botschaft für sie eingesetzt hatten, floh sie nach Deutschland.

Das UGF kann verschiedene Erfolge verzeichnen. So gehen etwa das Verbot der Kinderarbeit während der Baumwollernte und die kürzliche Befreiung der Studenten von der Zwangsarbeit auf sie zurück. Außerdem möchte die NGO die Zulieferer und Verbraucher über aktuelle Entwicklungen und Bedingungen der Baumwollernte informieren und ihr Bewusstsein dafür stärken.

Edda Schlager

Edda Schlager


(Quelle: http://eddaschlager.com/ueber-mich/)


Die Journalistin und Auslandskorrespondentin Edda Schlager lebt seit 2005 in Almaty, Kasachstan. Von hier aus bereist sie zentralasiatischen Länder und berichtet aus Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Zweimal war sie außerdem als Journalistin in Afghanistan.

Derzeit ist Edda Schlager Zentralasien-Korrespondentin für n-ost, das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung, Autorin und Fotografin für deutschsprachige Print- und Onlinemedien wie Berliner Zeitung, Zeit Online, Spiegel Online, Die Presse oder Ost-West-Contact. Als Radio-Journalistin ist sie vor allem für den Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur unterwegs. Zudem betreut sie die Webpräsenz der AHK in Zentralasien.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.