„Es gibt keinen Grund, nicht nach Ägypten zu reisen“

Seit drei Jahren erlebt Ägypten poltische Unruhen, unter denen die Tourismusbranche leidet. Der deutsch-ägyptische Reiseveranstalter Walid El Sayed (40) spricht im Interview über Normalität in Revolutionszeiten, sanften Tourismus als Chance und die Frage: Wie wichtig ist NachhaltigkeitNachhaltigkeit gilt als ökonomische oder soziale Entwicklung, die die Folgen der Entscheidungen in der Gegenwart für die Zukunft antizipiert und sie von diesen Folgen abhängig macht. In ökonomischer Hinsicht beschreibt das Konzept der Nachhaltigkeit eine Wirtschaftsweise, Gewinne bereits sozial- und umweltverträglich zu erwirtschaften, anstatt diese erst in Umwelt- und Sozialprojekte zu reinvestieren." in Ägypten?

Von Viktoria Morasch

Foto: Mohamed Aly

Foto: Mohamed Aly

Weder das Gewissen noch die Umwelt belasten – so wünschen sich immer mehr deutsche Touristen ihren Urlaub und bestehen auf NachhaltigkeitNachhaltigkeit gilt als ökonomische oder soziale Entwicklung, die die Folgen der Entscheidungen in der Gegenwart für die Zukunft antizipiert und sie von diesen Folgen abhängig macht. In ökonomischer Hinsicht beschreibt das Konzept der Nachhaltigkeit eine Wirtschaftsweise, Gewinne bereits sozial- und umweltverträglich zu erwirtschaften, anstatt diese erst in Umwelt- und Sozialprojekte zu reinvestieren.". Doch was, wenn wie im Fall von Ägypten, politische und wirtschaftliche Krisenmeldungen den Alltag der Menschen vor Ort bestimmen? Grenzt es dann nicht an Zynismus, Ökozertifikate von ihnen zu fordern? Walid El Sayed ist in Kairo geboren und lebt heute im schwäbischen Balingen. Seit zehn Jahren bietet er Reisen in sein Heimatland an. El Sayed glaubt an NachhaltigkeitNachhaltigkeit gilt als ökonomische oder soziale Entwicklung, die die Folgen der Entscheidungen in der Gegenwart für die Zukunft antizipiert und sie von diesen Folgen abhängig macht. In ökonomischer Hinsicht beschreibt das Konzept der Nachhaltigkeit eine Wirtschaftsweise, Gewinne bereits sozial- und umweltverträglich zu erwirtschaften, anstatt diese erst in Umwelt- und Sozialprojekte zu reinvestieren." – vor allem dann, wenn es dadurch gelingt, wieder Touristen ins Land zu bringen.

Herr El Sayed, Ägypten ist eines der Lieblingsreiseziele der Deutschen. Im Zuge der Revolution ist der Tourismus dort stark eingebrochen. Wie werben Sie als Reiseveranstalter heute für Ägypten?

Ägypten leidet sehr darunter, dass die Touristen wegbleiben. Auch mein Geschäft ist um 99% zurückgegangen. Es sind harte Zeiten, an die wir uns anpassen müssen, deswegen habe ich auch andere Reiseziele in mein Programm aufgenommen. Als Ägypter will ich aber, dass die Leute nach Ägypten reisen und versuche ihnen zu vermitteln, dass es dort – abgesehen von einigen Gebieten in Kairo – sicher ist. Es gibt keinen Grund, nicht nach Ägypten zu reisen.

Das Auswärtige Amt hat eine Teilreisewarnung für Ägypten ausgesprochen und rät zur Vorsicht. Ist das nicht ein Grund, der dagegen spricht?

Deutschland hat Angst davor, Verantwortung übernehmen zu müssen. Deswegen warnt das Auswärtige Amt. Das hat wenig mit den wirklichen Zuständen zu tun. Ich bin in regelmäßigen Abständen persönlich vor Ort und überprüfe die Sicherheit. Außerdem gibt es live Webcams und eine 24-Stunden-Hotline für Touristen, um sich über die Lage zu informieren. Die Revolution dauert nun schon drei Jahre, das Leben geht aber weiter. Es gibt auch dort eine gewisse Normalität.

Welche Rolle spielt NachhaltigkeitNachhaltigkeit gilt als ökonomische oder soziale Entwicklung, die die Folgen der Entscheidungen in der Gegenwart für die Zukunft antizipiert und sie von diesen Folgen abhängig macht. In ökonomischer Hinsicht beschreibt das Konzept der Nachhaltigkeit eine Wirtschaftsweise, Gewinne bereits sozial- und umweltverträglich zu erwirtschaften, anstatt diese erst in Umwelt- und Sozialprojekte zu reinvestieren." in dieser fragilen Normalität?

NachhaltigkeitNachhaltigkeit gilt als ökonomische oder soziale Entwicklung, die die Folgen der Entscheidungen in der Gegenwart für die Zukunft antizipiert und sie von diesen Folgen abhängig macht. In ökonomischer Hinsicht beschreibt das Konzept der Nachhaltigkeit eine Wirtschaftsweise, Gewinne bereits sozial- und umweltverträglich zu erwirtschaften, anstatt diese erst in Umwelt- und Sozialprojekte zu reinvestieren." ist sehr wichtig, kommt aber in der aktuellen Situation nicht an erster Stelle. Jetzt geht es um Sicherheit und die Stabilisierung des Landes. Die Leute müssen wieder arbeiten und leben können. Sobald sich die politische Lage beruhigt hat, sind 100% NachhaltigkeitNachhaltigkeit gilt als ökonomische oder soziale Entwicklung, die die Folgen der Entscheidungen in der Gegenwart für die Zukunft antizipiert und sie von diesen Folgen abhängig macht. In ökonomischer Hinsicht beschreibt das Konzept der Nachhaltigkeit eine Wirtschaftsweise, Gewinne bereits sozial- und umweltverträglich zu erwirtschaften, anstatt diese erst in Umwelt- und Sozialprojekte zu reinvestieren." unser Ziel. Vor allem im Tourismus muss sich noch vieles ändern. Der Massentourismus sollte anders aussehen: andere Reiseziele, mehr Vorschriften zur Mülltrennung, ein besserer Umgang mit Wasser und Strom.

Gibt es in Ägypten ein Bewusstsein, das dieses Ziel stützt oder geht es vor allem darum, das Reiseziel für Touristen noch attraktiver zu machen?

Ja, es gibt dieses Bewusstsein, aber nicht überall. Die Bildung dazu fehlt leider. Als erstes müssen wir deshalb die Mentalität ändern. In zwanzig Jahren sieht es dann schon anders aus. Wir wollen, dass sich die Touristen in Ägypten wohl fühlen. Sie sind Menschen mit Bedürfnissen und bestimmten Vorstellungen. Die Zeiten, in denen Touristen nur als schnelle Geldquelle angesehen wurden, sind vorbei. Früher dachte man, sie kommen, lassen ihr Geld hier, und man sieht sie nie wieder. Ich will aber: einmal Ägypten – immer Ägypten. Die Leute sollen das Land kennenlernen und dann ihren Freunden davon erzählen.

Sehen Sie in der politischen Krise auch eine Chance, dass auf diese Aspekte hingewirkt wird?

Gerade wird auch die Verfassung neu verhandelt, Ökologie soll auch da eine Rolle spielen. Was bringt es, wenn die Touristen nachhaltig sind und die Einheimischen sind es nicht? Als Menschen sind wir alle zusammen auf diesem Planeten, wir müssen zusammenarbeiten. In Ägypten muss sich vieles ändern und das passiert gerade. Dann ist es für die Einheimischen und die Touristen besser.

2 Antworten
  1. Anita Storch says:

    Wir lieben dieses Land und hoffen das es den Menschen bald besser geht .Sind drei Mal im Jahr dort unsere zweite Heimat .Auch haben wir wirkliche Freunde gefunden .

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  2. Waltraud Herr says:

    Ich fahre seit 2005 jedes Jahr 2-3 Mal im Jahr nach Ägypten auch in der Zeit als das Auswärtige Amt gewarnt hat und ich hab mich immer sicher gefühlt. Nicht das sie meinen ich habe mich nur im Hotelareal aufgehalten ich habe mich frei in Hurghada und auch in Luxor bewegt. Ich habe in der Zeit eine einheimische Familie kennen gelernt mit der ich befreundet bin und immer wieder auch zum essen eingeladen werde . Für mich ist Ägypten schon zu meiner zweiten Heimat geworden ich liebe dieses Land.ich werde mich auch nicht von den dummen Menschen abhalten lassen die denken sie können Ägypten terrorisieren. LG Waltraud Herr

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