Bildkorrekturen-Podcast #1: Mythos „Made in Europe“ – Saubere Kleidung aus Europa?  Ein Gespräch mit Bettina Musiolek und Edith Dietrich

„Made in Europe“ – das steht für Qualität, Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen. Wer in Europa produzieren lässt, setzt auf die Verlässlichkeit regulierter Märkte und bestehender Verträge. Ein Gütesiegel, das sich nicht nur Autobauer und Lebensmittelproduzenten nur allzu gerne auf die Fahnen schreiben. Auch in der Textilindustrie setzen viele namhafte Hersteller aus Deutschland oder Italien auf die vermeintlich saubere Produktion in Europa.

Die Realität in den Fabriken in Albanien, Mazedonien oder Rumänien gibt allerdings ein anderes Bild ab: Die Auslagerung der Produktion von Kleidung und Schuhen in osteuropäische Länder bezahlen die ArbeiterInnen. Mit Hungerlöhnen, 12-Stunden-Schichten und blutigen Fingern. Unbemerkt vom öffentlichen Fokus haben sich auch in Europa Sweatshops etabliert, in denen Arbeitsrechte mit Füßen getreten werden und Ausbeutung die Regel ist.

Bettina Musiolek, Mitbegründerin der deutschen Clean Clothes Campaign und Verantwortliche für das Referat Wirtschaft und Menschenrechte im Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen e.V., weiß um die Scheinheiligkeit des Mythos „Made in Europe“. Seit Jahren recherchiert und publiziert sie zu den Verhältnissen in den Kleider- und Schuhfabriken in den Niedriglohnländern Osteuropas. Auch Edith Dietrich, freie Fernsehjournalistin für den WDR, konnte sich während ihrer verdeckten Recherchen in Rumänien ein Bild machen.

In unserem Podcast von der bildkorrekturen-Konferenz 2017 in Leipzig erzählen sie von den Zuständen in den Textilfabriken, von der Systematik der Einschüchterung, von intransparenten Profiteuren und – nicht zuletzt – von der Verantwortung, die Politik, Unternehmen und Konsumenten zukommt.

„Verbraucher sind keine Geldbeutel auf zwei Beinen“ – Bettina Musiolek glaubt an das Bewusstsein der Konsumenten

Nachsehen, wie es vor der eigenen Haustüre aussieht: Edith Dietrich wurde von Bettina Musiolek auf das Thema ihrer letzten Recherchen gebracht

Es gibt auch Anlass für Optimismus: Je mehr das Thema in den öffentlichen Fokus rückt, desto größer ist die Chance, dass sich die Zustände ändern

„Manche Länder schaffen es nicht alleine“ Wie verändert Digitalisierung das Leben in Entwicklungsländern? Welche Ziele haben Facebook, Google und Co.? Ein Gespräch mit Julia Manske

Digitalisierung macht vor Grenzen keinen Halt – längst ist sie in den sogenannten Entwicklungsländern angekommen. Auch dort wirft sie wichtige Fragen auf. Wie reagieren nationale Regierungen auf die Macht der Global Player? Wie steht es um den Datenschutz? Und welche Ideen von dort werden unser Leben verändern?

Robin Köhler (links) im Gespräch mit Julia Manske (Foto: EG/Foto-Zentrum Leipzig)

Darüber sprechen wir mit Julia Manske vom Think Tank „Stiftung Neue Verantwortung“. Manske beschäftigt sich mit Open Data, Data Governance und Datenschutz. Sie arbeitete über drei Jahre für Vodafone, wo sie für internationale Forschungsprojekte und soziale Innovationen verantwortlich war. Für das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation hat sie sich mit den Erfolgsbedingungen der afrikanischen Startup-Szene befasst.

Ein Fenster zur Welt Wie Handys Indiens Gesellschaft ein Stück weit gleicher machen. Ein Interview mit dem Politikprofessor Rahul Mukherji.

Die Digitalisierung bringt das rasant wachsende Indien weiter voran. Doch, wie auch in anderen Bereichen, geht das riesige asiatische Land dabei seinen ganz eigenen Weg. Indien, ein Land zwischen Tradition und Moderne, lebt auch in Zeiten der Digitalisierung von der Improvisation. Ein Mann, der die Besonderheiten und die rasante Entwicklung Indiens aus einer persönlichen Perspektive beschreiben kann, ist der Konferenzteilnehmer Professor Rahul Mukherji, der in Heidelberg am Institut für Süd-Ostasien Studien lehrt.

Mukherji ist gebürtiger Inder und verbrachte Teile seiner Studien- und Arbeitszeit in seinem Heimatland. Er ist Indien nicht nur familiär sondern auch wissenschaftlich nach wie vor stark verbunden und forscht intensiv über den Wandel der indischen Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung. Indien, allgemein als das Land der Programmierer bekannt, hat in den letzten Jahren ein besonderes Verhältnis zu Handys als Zugang zur digitalen Welt entwickelt, da diese in einem nach wie vor teils schlecht entwickelten Land große Vorteile bieten. Mukherji spricht darüber, wie Handys den indischen Wahlkampf beeinflussen, wie selbst Bauern davon profitieren und wieso der indische Handymarkt Wellen bis ins Silicon Valley schlägt.

Die Vereinbarkeit von Kultur und Moderne sowie die Annäherung zwischen Arm und Reich – Indien ist in jeder Hinsicht ein Land im Umbruch. Zu diesem Wandel leisten Smartphones einen großen Beitrag, sie sind handlich, bezahlbar und für Millionen Inder das Fenster zur Welt. Ein kleines Gerät, doch für viele Menschen die große Chance auf eine gleichberechtigte Zukunft durch Teilhabe am alltäglichen Leben.

 

„Als Frau ist man nicht so viel wert!“ Das Geschlecht als Faktor beim Auslandseinsatz

Wie Geschlechterrollen den Alltag von medizinischem Personal im Auslandseinsatz bestimmen und wie wenig sie darauf vorbereitet werden

Entwicklungshilfe ist ein immens wichtiges Instrument der deutschen Außenpolitik. Das Ziel ist, durch Hilfeleistungen – sowohl materieller als auch nicht materieller Art – eine Verbesserung der Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu erreichen. Oft wird dabei übersehen, welchen Belastungen entsendete Entwicklungshelfer_innen auf sich nehmen, um hilfsbedürftige Menschen in aller Welt zu unterstützen. Durch den Kontakt mit anderen Kulturen und Denkweisen geraten viele Helfer_innen an ihre Grenzen. Das gilt besonders für medizinisches Fachpersonal, das häufig Extremsituationen ausgesetzt ist. Das Rollenverständnis von Mann und Frau spielt in der praktischen Arbeit der Helfer_innen eine große Rolle. Spiegelt sich diese Bedeutung in der Vorbereitung auf einen Auslandseinsatz, gerade mit Blick auf medizinisches Personal, wieder? Und wie gehen Helferinnen und Ärztinnen in Entwicklungsländern in ihrer täglichen Arbeit mit den Geschlechterrollen vor Ort um?

Dr. med. Irmela Müller-Stöver weiß wovon sie spricht. Um ihre Auslandseinsätze aufzuzählen reichen ihre zehn Finger nicht. Angefangen hat alles mit mehrwöchigen Kurzzeiteinsätzen in Tansania. Statt Urlaub zu machen flog sie jedes Jahr für mehrere Wochen nach Afrika – um zu helfen. So kamen 20 Kurzzeiteinsätze zusammen. Für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED), heute Teil der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), war sie schließlich von 1997 bis 2000 in Uganda. Im Distrikt Kamuli leitete sie das Kamuli-Mission-Hospital. Möglich gemacht hat das auch ein Gesetz. Im Jahr 1969 verabschiedete der Bundestag das „Entwicklungshelfer-Gesetz“. Es definiert, was unter einem Entwicklungshelfer zu verstehen ist und es legt fest, welche Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung von Trägern des Entwicklungsdienstes nötig sind. In Deutschland entsenden zurzeit sieben Organisationen mehr als 1500 Entwicklungshelfer_innen – darunter auch medizinisches Personal – nach dem Entwicklungshelfer-Gesetz. Die staatliche Organisation GIZ ist die bedeutendste von ihnen. Allein für die GIZ sind derzeit etwa 800 Entwicklungshelfer_innen im Einsatz. Für die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) sind es circa 280, für Dienste in Übersee (getragen von Brot für die Welt) etwa 200. Bei keiner der anderen fünf Organisationen ist die Zahl dreistellig. Neben diesen Organisationen gibt es auch Hilfsorganisationen, die sich auf die Entsendung von Ärzt_innen und medizinischem Personal spezialisiert haben. Am bekanntesten ist wohl die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Von Deutschland aus agieren aber auch Ärzte der Welt, German Doctors und LandsAid. Ärzt_innen fallen dabei in den seltensten Fällen unter das Entwicklungshelfer-Gesetz, da es einen Mindestaufenthalt von zwei Jahren vorsieht.

Unzureichende Einsatzvorbereitung

Es gehört nicht viel dazu, um sich vorzustellen, dass Ärzt_innen wegen ihrer Verantwortung für Leib und Leben, besonderen Belastungen im Ausland ausgesetzt sind. Insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent bestimmen neben wirtschaftlichen auch gesellschaftliche Zwänge das Arbeiten. Vor allem Frauen müssen um Anerkennung kämpfen. Auf die Frage, ob sie je wegen ihres Geschlechts in Uganda diskriminiert wurde, antwortet Müller-Stöver schlicht „immer“. „Als Frau ist man nicht so viel wert“, sagt sie weiter. Von diesem Umstand wurde sie aber nicht überrascht. Mit den Jahren in Tansania hat sie gelernt damit umzugehen. Den Berichten der Ärztin widerspricht Achim Geckle, Personalmanager bei Christliche Fachkräfte International: „Wir als Organisation haben – und das möchte ich betonen – keine schlechten Erfahrungen mit Frauen im Auslandseinsatz verzeichnet. Uns sind auch keine Beschwerden bekannt. Die Frauen werden in ihren Einsatzländern für voll genommen.“ Natürlich lässt sich kaum eine Aussage über einen kompletten Kontinent treffen, Vorfälle von Diskriminierung lassen sich aber nicht von der Hand weisen.

Einsparungen und Kürzungen bei der Vorbereitung

Vor ihrem dreijährigen Einsatz in Uganda wurde Irmela Müller-Stöver ein halbes Jahr geschult. Sie erfuhr mehr über die Sprache des Landes, den Umgang mit Gewalt, Geburtenkunde und Genderfragen. Vor Ort wurde sie weitere sechs Wochen von Einheimischen in Geschichte, Politik, Kultur und Sprache unterrichtet. Sie selbst bezeichnet die Vorbereitung als „ausgesprochen gut“. Allerdings ist das fast zwanzig Jahre her. Heute weiß sie wenig Gutes zu berichten über die Vorbereitung ihrer Kolleg_innen, die den Sprung ins Ausland wagen. Als Oberärztin in der Tropenmedizin des Düsseldorfer Universitätsklinikums hat sie regelmäßig mit Entwicklungshelfer_innen, Ingenieur_innen, Freiwilligen und auch Ärzt_innen zu tun, die Deutschland für längere Zeit den Rücken kehren. „Die Vorbereitung der GIZ wurde stark verkürzt“, weiß sie aus Gesprächen. Kann dann überhaupt noch genderspezifisch vorbereitet werden? Wie steht es um Organisationen, die Ärzt_innen nur für wenige Wochen oder Monate ins Ausland schicken?

Warum Geschlechterfragen nicht vernachlässigt werden dürfen

Geschlechterfragen und -rollen sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung für die Arbeit in Hilfs- und Entwicklungsprojekten. Katharina Behmer von der Ruhr-Universität Bochum hält eine „geschlechtersensible Herangehensweise für absolut notwendig, um effektive Hilfe zu leisten“. Sie arbeitet am Institut für Friedens- und Konfliktforschung und unterrichtet im Master Humanitäre Hilfe. Ohne eine ausreichende Kenntnis des Projektumfelds und der gesellschaftlichen Verhältnisse vor Ort wird der Erfolg von Projekten also verringert. Männliche Ärzte müssen beispielsweise wissen, ob sie Frauen behandeln dürfen oder ob sie dafür zumindest die Erlaubnis des Ehemannes brauchen. „Wenn man da einmal etwas falsch macht, spricht sich das rum und man ist unten durch“, betont Irmela Müller-Stöver.

Ärztinnen müssen wissen, wie sie mit möglicher Diskriminierung umgehen und wie sie ihre persönliche Situation vor Ort stärken können. Die physische und psychische Belastung ist ohnehin immens, sollten sich Ärztinnen da nicht um andere Sachen Gedanken machen? Die Gesellschaft vor Ort kann nicht auf einen Schlag verändert werden. Geschlechterrollen und Frauenbilder haben sich in Jahrhunderten entwickelt und sind in vielen Gesellschaften auf dem afrikanischen Kontinent tief verwurzelt. Geht es aber um die Vorbereitung auf diese Geschlechterrollen und eine intelligente Auseinandersetzung mit ihnen, sind die deutschen Entsendeorganisationen gefragt. „Die meisten Organisationen haben Policy-Dokumente dazu, wie man einen bestimmten Genderfokus oder eine besondere Berücksichtigung von Frauen in der Projektarbeit integriert“, macht Katharina Behmer klar. Sie stellt aber immer wieder fest: „Es gibt die Richtlinien, es gibt das Wissen. Das Problem ist die Umsetzung.“ Was sagen die Organisationen selbst? Wie steht es um die geschlechterspezifische Vorbereitung?

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Antworten der sieben Organisationen, die nach dem Entwicklungshelfer-Gesetz Fachpersonal in Entwicklungsländer entsenden und in der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD) organisiert sind:

Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH): „Rückfragen bei dem entsprechenden Bereich in unserem Haus haben ergeben, dass wir standardmäßig keine genderspezifische Vorbereitung für Ärztinnen in Auslandseinsätzen anbieten.“ (Katharina Engels)

Christliche Fachkräfte International (CFI): „Diese Genderspezifische Thematik wird bei uns in der Vorbereitung natürlich angesprochen. Besonders wenn der Einsatzort im arabischen Raum ist. Da wird von Beginn an schon hinterfragt, wie man sich im jeweiligen Land als Frau am besten verhält. Gerade in zum Beispiel Pakistan oder Jordanien ist ein anderes Verhalten einer Frau gefragt als in Deutschland. Wir besprechen das schon beim Auswahlverfahren. Wir fragen alle Frauen direkt: Könnt ihr euch vorstellen, in so einem kulturellen Umfeld arbeiten zu können? Das beinhaltet auch das Tragen eines Kopftuches.“ (Achim Geckle)

Dienste in Übersee (getragen von Brot für die Welt): Bietet Ausreisekurse, intensive Sprachvorbereitung und Länderkundliche, persönliche und berufsspezifische Vorbereitung. Bietet Einzelcoachings hinsichtlich der Genderdimension im Tätigkeitsfeld.

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ): „Die GIZ bereitet alle ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiv auf einen Auslandseinsatz vor. In den Vorbereitungskursen ist auch Gender ein wichtiges Thema. So werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem darauf vorbereitet, ein Verständnis für die kulturellen Gegebenheiten des Partnerlands zu entwickeln. Die Kurse sind bewusst klein gehalten und bieten so die Möglichkeit, auch spezielle Fragestellungen individuell zu besprechen – etwa den gendersensiblen Umgang in einem Arzt-Patienten-Verhältnis.“ (Alexander Köcher, Sprecher GIZ)

Eirene, Forum ziviler Friedensdienst, Weltfriedensdienst: Entsenden als Organisationen selbst kein medizinisches Personal und bieten dementsprechend keine Vorbereitung an.

Antworten von Organisationen, die auf medizinische Nothilfe spezialisiert sind:

Ärzte der Welt: „Die „Gender-Frage“ ist nicht im Vorbereitungsschema integriert. Solche Fragen werden eher auf individueller Basis angesprochen.“ (Damien Przybylski)

Ärzte ohne Grenzen: Konnten keinen Ansprechpartner stellen und waren auch nach mehrfacher Nachfrage nicht zu einer Antwort bereit.

German Doctors: „Unsere Vorbereitungsseminare sind nicht genderspezifisch ausgerichtet.“ (Eva-Maria Freudenberger)

LandsAid: „In den offiziellen Seminaren von LandsAid liegt der Schwerpunkt eher in der allgemeinen Vorbereitung von Einsatzkräften auf ihre Einsätze. Das heißt, in den Seminaren gibt es zurzeit keine konkreten gender-spezifischen Module oder Inhalte. Bei den Seminaren sind jedoch auch erfahrene Einsatzkräfte dabei, die von ihren Erfahrungen und auch Herausforderungen in anderen Kulturen berichten. Besonders wichtig ist auch, dass LandsAid immer mit lokalen Partnern zusammenarbeitet, die sich sehr gut mit den (kulturellen) Gegebenheiten vor Ort auskennen. Jede Einsatzkraft bzw. jedes Team, das für LandsAid ins Ausland entsendet wird erhält aber noch eine individuelle Vorbereitung für den Einsatz und das jeweilige Einsatzland. So werden die Einsatzkräfte vor ihrem Einsatz z.B. auch auf kulturelle und gender-spezifische Aspekte hingewiesen. So wird das Personal über Aspekte wie angemessene bzw. kulturell akzeptierte Kleidung (z.B. in für Frauen lange Kleidung und Haare bedeckt in einem islamischen Land), Körpersprache und Verhalten geschult. Insgesamt werden Männer und Frauen nicht anders vorbereitet.“ (Andrea Janssen)


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Offensichtlich steht es um die genderpezifische Vorbereitung bei den Hilfsorganisationen nicht besonders gut. Diese Beobachtung deckt sich auch mit den Erfahrungen von Gabriele Krüger. Die Hebamme arbeitet seit 2004 mit unterschiedlichen Hilfsorganisationen in der medizinischen Katastrophenhilfe zusammen und begleitete bereits 1986 ihren Ehemann im Rahmen von Dienste in Übersee nach Kamerun. Der heutigen Vorbereitung auf diese Auslandseinsätze steht Gabriele Krüger kritisch gegenüber:

Zwei Gründe, warum Gender in den Organisationen vernachlässigt wird, weiß Katharina Behmer:

Um auf die Herausforderungen vor Ort und die kulturellen Unterschiede vorbereitet zu sein, hat Gabriele Krüger deshalb zahlreiche Seminare besucht. „Ich habe International Health studiert und dadurch sehr viel kulturelle Kompetenz erlangt“, berichtet die Hebamme und führt weiter aus, „durch das Studium habe ich mich mit eigenem Rüstzeug auf diese Auslandseinsätze vorbereitet.“ Ein wichtiger und auch erforderlicher Schritt, schließlich sei ihre Arbeit ohne diese Vorbereitung nicht zu bewerkstelligen.

Als Frau im Einsatz

Dr. Gloria Mwanza Tshilumba ist Ärztin für Innere Medizin in Kinshasa, Kongo. Für die Medizinerin gehört Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts zum Alltag. Sei es beim Umgang mit ihren Kolleg_innen oder mit Blick auf das Verhältnis zwischen weiblichen Ärzten und Patienten. Ausführlich beschreibt sie, welche Auswirkungen ihr Geschlecht auf ihren Arbeitsalltag und ihre Karriere hat:

Genderfragen entscheiden über den Erfolg eines Projektes

Wie können Genderaspekte bei Hilfsprojekten und medizinischen Einsätzen mitgedacht werden? Indem sich die Mitarbeiter_innen beispielsweise fragen, wie trete ich in Interaktion mit der Gesellschaft vor Ort, wie ändere ich Rollenbilder durch meine eigene Person und durch meine Projektarbeit vor Ort. Besonders das Rollenverständnis von Männern und Frauen in der entsprechenden Kultur rückt in den Fokus der täglichen Arbeit. Das macht diese mitunter sehr komplex, betont Katharina Behmer: „Häufig merkt man in der Art und Weise wie man aufgenommen wird, ob man sich richtig verhält, aber man muss sich über die eigene Position bewusst sein. Wenn Männer versuchen in Gesellschaften, in denen männliche und weibliche Räume getrennt sind, Wissen von Frauen zu bekommen oder Frauen medizinisch zu behandeln, kann das zu extremen Frustrationen führen, weil der Zugang sehr erschwert ist“. Eine Frau hätte unter gleichen Umständen einen wesentlich einfacheren Zugang.

Häufig ist die Auseinandersetzung mit den Rollenbildern vor Ort sogar ursächlich für den Erfolg oder Misserfolg eines Projektes. Folgende Beispiele zeigen die Problemstellung eindrücklich:

Auch Irmela Müller-Stöver kann sich nicht an Situationen erinnern, in denen Genderfragen zu lebensgefährlichen Situationen geführt haben. Um dennoch Menschenleben nicht unnötig aufs Spiel zu setzten, besteht ein Einsatzteam im Ausland idealerweise aus Frauen und Männern. Es ist von großer Bedeutung, dass im Voraus bekannt ist, welche gesellschaftlichen Strukturen vorherrschen und wen man mit einem Projekt erreichen möchte. Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis ist im Moment in humanitären Hilfsprojekten nicht immer gegeben. Das gilt besonders für Positionen mit erheblichem Sicherheitsrisiken. Dort hat die Bevorzugung von Männern ganz praktische Gründe. Dazu Katharina Behmer:

Was muss sich ändern?

Auch wenn einige deutsche Hilfsorganisationen betonen, dass sie genderspezifische Vorbereitung im Rahmen ihrer Seminare berücksichtigen, wird der dafür eingeräumte Stellenwert der Bedeutung des Themas nicht gerecht. Aus Gesprächen mit praktizierenden Ärzt_innen im Auslandseinsatz geht hervor, dass das Thema Gender eine bedeutende Kategorie ist. Entscheidend sind Genderfragen in erster Linie im Alltag und nicht bei medizinischen Notfällen. Mitunter werden die Stimmen und die Bedürfnisse von Frauen nicht ausreichend berücksichtigt. Bleiben Frauen unerhört, wird es Hilfsorganisationen nicht gelingen ihre Ziele zu erreichen. Projekten die Genderfragen nicht mitdenken, fehlt es an Nachhaltigkeit. Geschlecht ist aber nur eine von vielen Kategorien in denen humanitäre Hilfe ihren Prinzipien Humanität, Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit treu bleiben muss, sagt Katharina Behmer. Auch „Alter, ethnische oder religiöse Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung, sozioökonomischer Status und Gesundheitszustand“ hätten einen Einfluss auf die Bedürfnisse der Menschen und damit auf die Arbeit der Organisationen.

Policy-Dokumente, individuelle Breefings im Rahmen der Vorbereitung und Gendermodule in Seminaren zeigen, dass sich Hilfsorganisationen der Thematik angenommen haben. Allerdings müssen die Bemühungen und der Umfang deutlich erhöht werden, um eine umfassende genderspezifische Vorbereitung zu erreichen. Die für diesen Artikel kontaktierten Hilfsorganisationen können nicht argumentieren, dass entsprechende Angebote fehlen. „Es gibt sehr gute und spezialisierte Angebote, welche die Organisationen in ihre Vorbereitung integrieren könnten“, betont Katharina Behmer. Nach ihrer Auffassung gilt es nun, diese zu nutzen. Ein positives Beispiel ist Brot für die Welt. Seit 2010 kooperiert die Organisation mit dem privaten Genderbüro in Berlin. Im Rahmen der Vorbereitung werden Fachkräfte dort für „den Auslandseinsatz hinsichtlich der Genderdimension im Tätigkeitsfeld“ geschult und sensibilisiert. Aber Vorbereitung ist nicht alles. Was zählt ist der Einsatz des gewonnenen Wissens vor Ort.

Guinea: Eine Frau an der Spitze des ersten Gründerzentrums

Mit 28 Jahren verlässt Fatoumata Guirassy ihren Pariser Komfort, um in ihrer Heimat etwas zu bewirken. Jetzt soll sie Guineas Wirtschaft ankurbeln. Ein Porträt.

Porträt: Foutamta Guirassy

Ich komme aus einer Gesellschaft die leider keine große Bedeutung darin sieht Frauen auszubilden.

„Ich bin jung und ich bin eine Frau. Manche sehen das als eine Art doppeltes Handicap, ich nicht. Also wie stellt man es an? Ganz einfach, indem man zeigt, dass man es kann“, beginnt Fatoumata Guirassy das Interview. Im Alter von 30 Jahren ist sie die Leiterin von Saboutech, Guineas erstem Gründerzentrum, das im März 2016 eröffnet. Es soll gleichzeitig auch Westafrikas größtes sein. In Sachen Gleichberechtigung steht Guinea jedoch laut Gender-Equality-Index auf dem viertletzten Platz Afrikas. Jetzt ist eine Frau verantwortlich für ein Pilot-Projekt, das die Wirtschaft des Landes beleben soll. Wie hat sie es dorthin geschafft?

Von Paris bis Conakry

Geboren wurde Fatoumata Guirassy, wie all ihre Geschwister, in Frankreich. Aus ökonomischen Gründen hatten ihren Eltern Guinea in den achtziger Jahren verlassen und sind nach Paris gezogen. Im Arbeiterviertel des zwanzigsten Arrondissements wächst Fatoumata auf. Neben ihrer französischen Identität, legten die Eltern immer Wert darauf, dass die Kinder auch mit der guineischen Kultur verbunden bleiben.

Anders als in ihrem Heimatland üblich, unterstützen die Eltern ihre Töchter darin, sich zu bilden und ihr Potenzial auszuschöpfen. Fatoumata Guirassy beschreibt sich als eine ambitionierte Schülerin. In der Zeit, als sie ihr Abitur macht, spielt sie mit dem Gedanken, irgendwann nach Guinea zurückzugehen. Doch nicht einfach nur so. Ab der Oberstufe wählt sie ein wirtschaftliches Profil. Sie absolviert zwei Master: einmal in internationaler Wirtschaft an der Sorbonne und graduiert am angesehenen Institut supérieur du commerce de Paris in Projektmanagement und nachhaltiger Entwicklung. Im August 2012 erhält Guirassy eine Stelle als Unternehmensberaterin bei Bolloré Africa Logistic, einer einflussreichen französischen Firma auf dem afrikanischen Markt. Die Arbeit ermöglicht es ihr, in die verschiedensten afrikanischen Länder zu reisen, Geschäftsbeziehungen aufzubauen und den Kontinent in seinen vielseitigen Facetten kennenzulernen. Ein Afrika, jenseits der reproduzierten Fernsehbilder. Fatoumata Guirassy fällt die Entscheidung, ganz dort zu bleiben.

Entscheidung für die Zukunft

Die Stelle bei Bolloré ist auf zwei Jahre befristet, doch die 28-Jährige hat Glück: Zum selben Zeitpunkt sucht die guineische Filiale der französischen Bank Société Générale in Conakry eine Projektleiterin. Fatoumata Guirassy bewirbt sich erfolgreich, lässt Paris hinter sich und zieht in die Hauptstadt Guineas. „Zurückkehren“, wie sie es nennt.

Ich konnte während meiner Reisen erleben und sehen, dass ein enormes Entwicklungspotenzial in diesem Kontinent steckt.

Auch  wenn es im Schnitt für Frauen in diesem Land Westafrikas sehr schwer ist an gut bezahlte oder höhere Jobs zu gelangen, hat Guirassy andere Erfahrungen gemacht. „Es hat mich auch überrascht, aber die Frauen sind bei der Société Générale, was die mittleren Managementposten angeht, sogar in der Mehrzahl. Das ist eine Besonderheit“, betont sie. Frauen würden hier insofern bevorzugt, weil sie hart und zielstrebig arbeiten, kann Guirassy sich vorstellen. Allerdings, wenn es um die hohen Führungsposten geht, sind auch dort Frauen rar gesehen.

Doch genau diese Führungsposition interessiert die junge Franco-guineerin, sie will ihr ganzes Potenzial ausschöpfen. Nach nur einem Jahr bei der Bank, bewirbt sie sich auf den Direktorenposten des ersten Gründerzentrums Guineas.

Mit Anfang dreißig ist Fatoumata Guirassy nun Chefin des größten Gründerzentrums Westafrikas. Es ist eine Zusammenarbeit von öffentlichem und privatem Sektor. Internationale Firmen wie Orange, Total, Société Générale de Banques en Guinée sind dabei, aber auch Bolloré Logistics beteiligt sich dadurch, dass sie 1100m² Bürofläche zur Verfügung stellen. Gefördert werden, sollen Projekte und Unternehmen, die sich mit Kommunikationstechnologien, erneuerbaren Energien oder Umwelt befassen. Gerade hier sieht die Chefin den Vorteil ihres noch jungen Alters. Sie sei aus einer Generation, die mit all diesen Dingen aufgewachsen ist und einen anderen Bezug zu Umwelt und Innovation hat. Gibt es trotzdem Momente, in denen es schwer ist, sich als junge Frau in dieser Position durchzusetzen? Nicht, wenn man den passenden Management-Stil hat, sagt Guirassy.

Kommunikation: Auf diese Weise verschafft man sich den Respekt auch bei den Leuten, die nicht mit einem einverstanden sind.

Zurzeit läuft die Bewerbungsphase für kleine und mittlere Betriebe sowie Start-Ups, um sich auf einen Platz bei Saboutech zu bewerben. Im Gründerzentrum haben sie die Möglichkeit betreut zu werden, finanziell, aber auch durch Beratung, der Bereitstellung von Räumlichkeiten und Infrastruktur, wie Internet und Strom. Das Programm kann von sechs Monaten bis zu drei Jahren dauern. Damit soll vor allem eins erreicht werden: die Überlebenschancen der kleineren Firmen zu erhöhen und Guineas Wirtschaft damit anzukurbeln. „Heutzutage überleben mehr als 85 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen nicht einmal zwei Jahre Aktivität.“, erzählt Fatoumata Guirassy. Die Begleitung durch das Gründerzentrum soll das ändern. Doch nicht jeder begrüßt die Idee von Saboutech.

Vor vier Jahren unternahm sie ihre ersten Geschäftsreisen nach Afrika. Sie hat für sich entdeckt, welches Potenzial in diesem Kontinent steckt und sich entschieden, etwas in Bewegung zu setzen, etwas zu verändern. Als Direktorin des ersten Gründerzentrums von Guinea, ist Fatoumata Guirassy mit 30 Jahren auf jeden Fall in der Position, ihre Ambitionen auch umzusetzen.

Gründerzentrum: Chance oder Risiko?

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Zukunftschance Gründerzentrum: Aufschwung für Guineas Wirtschaft?

Mit Saboutech soll in Guinea ein Gründerzentrum entstehen, das die heimische Privatwirtschaft voranbringt. Doch die Frage ist, ob die Vision von Fatoumata Guirassy und ihren Mitstreitern überhaupt eine Zukunft hat. Nicht nur wirtschaftlich steht Guinea, trotz enormer Rohstoffvorkommen wie Eisenerz, Nickel oder Gold, schlecht da. Das Land zählt auch zu einem der korruptesten des afrikanischen Kontinentes. So belegte Guinea 2014 beim Corruption Perception Index Rang 145 von 175. Nicht nur hier, auch bei anderen Bewertungssystemen landet Guinea stets auf einem der hinteren Plätze. Ist es also überhaupt möglich, dass ein Gründerzentrum wie Saboutech ein Land voranbringen kann, dessen wirtschaftliche Standortbedinungen die Weltbank im Rahmen des Doing-Business-Index als sehr schlecht einschätzt? Und welche Rolle spielt dabei Fatoumata Guirassy – als Geschäftsführerin und Frau?

„Gründerzentren allein lösen die Probleme nicht“, sagt Karl Wohmuth, Wirtschaftsprofessor und Senoir Research Fellow am Institut für Weltwirtschaft und Entwicklungsperspektiven (IWIM). Prinzipiell sei die Idee hinter solchen Zentren eine positive, allerdings gebe es viele verschiedene Ansätze, die nur funktionieren können, wenn sie auch beschäftigungsorientiert sind. Und: Gründerzentren allein kurbeln die Wirtschaft der afrikanischen Länder nicht an. „Es muss auch insgesamt etwas für die Privatwirtschaft getan werden, die in vielen Staaten unterdrückt wird“, so der Experte, der schon viele Gründerzentren hat scheitern sehen. „Insgesamt sind die Erfahrungen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich“, erklärt Wohlmuth. So gibt es beispielsweise in Südafrika funktionierende, staatlich organisierte Gründerzentren, die sich vor allem auf Agrarkulturprojekte spezialisiert haben, aber die Bereitschaft ein Unternehmen zu gründen, sei hier, wie in vielen anderen Ländern auch, sehr gering.

Für den Fall Saboutech sieht Wohlmuth trotzdem eine Chance, allerdings ist Fatoumata Guirassy nicht der Grund dafür. Zwar käme es immer häufiger vor, dass Frauen in Führungspositionen wie ihre aufrücken. Allerdings würden sie meist aus der Oberschicht mit engen Verbindungen zur politischen wie ökonomischen Elite des jeweiligen Landes stammen. „Die breite Beteiligung von Frauen in Führungspositionen von Wirtschaftsunternehmen ist hilfreich, da die Karriereaussichten von Frauen dadurch steigen und somit die Motivation zur Beteiligung am Wirtschaftsleben größer wird“, erklärt der Wirtschaftsexperte. Laut ihm kommt es vor allem darauf an, welche Initiator-Unternehmen bei einem solchen Projekt die Weichen stellen. „Mit Bolloré Africa Logistics und Orange Guinea hat Saboutech interessante Partner. Beide sind bedeutende Unternehmen“, so der 73-Jährige. Er hofft, dass sie die kleinen Unternehmen, die mithilfe von Saboutech gefördert werden sollen, mit sich ziehen.

Denn die bittere Erfahrung zeigt, dass sobald kleinere Unternehmen nach zwei, drei Jahren die Hilfe der Gründerzentren verlassen und auf eigenen Beinen stehen sollen, sie nicht durchhalten. Letztendlich seien „Gründerzentren nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Wohlmuth, „das Konzept funktioniert nur, wenn auch insgesamt, beispielsweise vom Staat, etwas für die Förderung der Privatwirtschaft getan wird.“ Denn das Wachstum innerhalb der Länder ist schwach, der Einstieg mit enormen bürokratischen Hürden verbunden.


Prof. Karl Wohlmuth

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Karl Wohlmuth wurde am 8. Dezember 1942 geboren und ist emeritierter Professor für den Vergleich ökonomischer Systeme der Universität Bremen. Seine Forschungsschwerpunkte sind dabei afrikanische Entwicklungsperspektiven und ökonomische Systeme im Wandel der Weltwirtschaft. Derzeit arbeitet Wohlmuth als Senior Research Fellow am Institut für Weltwirtschaft und Entwicklungsperspektiven (IWIM). Außerdem ist er seit 1998 Teil der Herausgebergruppe des „African Development Perspective Yearbook“.

Die Frau als Versorger – eine Reise Subsahara-Afrika Autorin: Farnaz Bernhardt

23% der Bevölkerung von Subsahara-Afrika leiden unter Hungersnot. Landwirtinnen spielen essentielle Rolle, bei der Produktion von Nahrungsmittel. Sie sind der Grossteil der Arbeitnehmer in der Landwirtschaft. Nichtsdestotrotz sind ihre Erträge geringer als die der Männer. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) arbeitet daran, den Zugriff zu Ressourcen für Frauen fairer zu gestalten und fördert somit Geschlechtergleichheit.

 

Babyflüstern Autorinnen: Marion Ender, Patricia Noboa

Dein Geburtstag war nicht der Tag, an dem du angefangen hast zu leben – schon neun Monate vorher, nämlich im Bauch deiner Mutter, hast du angefangen zu fühlen und zu denken. Die aktive Kommunikation mit dem Baby im Mutterleib wurde früher belächelt. Heute ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die sogenannte Bindungsanalyse unglaublich wichtig für die Entwicklung von Menschen ist. Und die Männer spielen dabei eine wichtige Rolle! Doris Lenhard erklärt warum!