Beiträge

Per App gegen den Welthunger Wie Start-ups versuchen, mit Apps Jugendliche zum Spenden zu bewegen

Vom Sofa aus den Robin Hood spielen

Per App gegen den Hunger der Welt?

 

Solche Werbebilder gibt es in jeder größeren Stadt in Deutschland: Die Bäuche der Kinder sind vor Hunger ganz aufgedunsen, zarte Ärmchen hängen an den Körpern herunter. Der Fotograf hat leicht von oben fotografiert, sodass die Augen des Kindes auf dem Bild noch größer und niedlicher wirken.

Der Appell an den Betrachter der Werbung: Du hast es doch, spende regelmäßig eine Summe – und wir sorgen dafür, dass es dem Kind gut geht.

Pünktlich zur Mittagspause erinnert einen die App Share the Meal ans Spenden, wenn man die App so einstellt. (Foto: Hellwig)

Sei es wegen der Bilder oder weil die Deutschen so besonders nächstenlieb sind – aber die Spendenbereitschaft der Deutschen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie das Marktforschungsunternehmen GfK in seinen Studien herausfand.

Und einher mit dem technischen Fortschritt hat sich zudem auch die Art des Spendens verändert.

Früher, da lief es etwa so: Bewappnet mit den Kontodaten ihres favorisierten Spendenunternehmens stapfte meine Oma Hildegart aus dem kleinen Dörfchen Liebenau durch den Schnee ( – denn die Deutschen spenden am liebsten in der Weihnachtszeit, wie das GfK auch herausfand). Ihr Ziel: die Bank ihres Vertrauens. Dort zückte sie einen Kugelschreiber, füllte mit ihrer schönsten Feinschrift einen Überweisungsträger aus. Einwurf in den Postschlitz für Überweisungsträger, mühseliger Heimweg.

Kind aus dem Malawi-Projekt von Share the Meal. (Foto: Sebastian Stricker)

Sicher, die Zielgruppe von Apps sind vor allem jüngere Menschen. Und doch hat sich auch in der Spendenwelt einiges geändert durch Smartphones. Heute, da läuft das Spenden schneller, einfacher, bequemer. Nämlich so: Ich sitze auf dem Sofa, Füße hochgelegt. Die Mattscheibe flimmert, ich greife zur Müslischale. Mein Handy blinkt, erinnert mich pünktlich zur Mahlzeit: Essenszeit ist Spendenzeit. Nur wenige Klicks braucht ein Spender beim Nutzen der App Share the Meal in etwa, um eine Spende zu tätigen. Das Geld ist direkt beim Unternehmen. Alles digital, als Spender muss man nicht einmal das Sofa verlassen.

Und anders als meine Oma Hildegart früher, muss bei einigen dieser Apps der Spendende nicht einmal echtes Geld aufbringen. So zum Beispiel bei Nate oder Smoost. Der Nutzer spendet, indem er Fragen beantwortet oder Werbung durchstöbert.

Was dann folgt, ist jedoch bei beiden Varianten gleich: Jemand verteilt das Geld. Im Raum steht dann die Frage: Kommt das Geld dort an, wo es hingehört? Und bei Spenden-Apps: Wie gut funktioniert das Ganze? Spenden, ohne echten Gegenwert – kann das überhaupt klappen?  Einige der Apps verzeichnen wachsende Zahlen, andere konnten sich nicht lange über Wasser halten. Probleme hatte beispielsweise die App Nate. Woran lag es? Und: Halten die Apps, was sie versprechen?

 

Wir haben uns die Apps mal angesehen:

Wie also funktionieren die Apps? Welche Daten muss ein Nutzer angeben?

Alle drei Apps unterliegen den, im internationalen Vergleich, strengen Datenschutzbestimmungen, fragen den Nutzer allerdings unterschiedlich viele persönliche Daten ab. Share the Meal bedarf, abgesehen von den Playstore-Informationen um die App herunterzuladen, lediglich einer Kreditkartennummer oder alternativ einem Paypal Login. Hier ist es nicht notwendig, ein Benutzerprofil anzulegen. Wer mag, kann die App aber mit Facebook verknüpfen und so die Spenden der Freunde sehen und die eigenen vernetzen.

Smoost fragt nach detaillierten Informationen. Neben einer E-Mail Adresse, wird auch der Name, das Geschlecht, eine Einordnung in eine Altersgruppe, der Bildungsstand und die Tätigkeit abgefragt. Außerdem braucht die App einen Standortzugriff und einige Funktionen laufen nur durch die Freigabe der Kamera. All diese Daten sind laut App notwendig, um die passenden Prospekte zuschneiden zu können und für die Unternehmen, die im Endeffekt das Geld spenden, ein attraktiver Nutzer zu sein.
Da Nate im Moment offline ist, lässt sich nicht testen, welche Daten für den Gebrauch der App notwendig sind.

Share the Meal

Mit 40 Cent ein Kind einen Tag lang ernähren: Share the Meal

Auf der Weltkarte haben die Betreiber von Share the Meal Fotos aufgehängt – von Frauen und Kindern, denen die Spendengelder bereits geholfen haben. (Foto: Hellwig)

Victoria Leonhardt steht vor einer bunten Weltkarte. Jedes Land hat darauf eine andere Farbe. An verschiedenen Orten auf der Karte – irgendwo im Ozean – sind Fotos angeheftet. Leonhardt erklärt: „Hier oben sind Kinder aus dem syrischen Flüchtlingscamp Sataari.“ Sie zeigt mit dem Finger auf die Fotos, dann deutet sie auf die nächsten Bilder: „Und das hier, das sind syrische Mütter in Homs. Einige mit Babys, einige noch schwanger. Und das da unten,“ – sie zeigt auf eine weitere Stelle auf der Karte, an der Fotos kleben – „das sind syrische Flüchtlingskinder im Libanon.“

Die Frauen und Kinder auf den Fotos haben etwas gemeinsam: Sie alle leben an Orten, die die App Share the Meal in ihren Projekten unterstützt. Leonhardt ist „Operations Manager“ der App. Hinter diesem neumodernen Begriff verbirgt sich ein Job, den es so wohl auch in herkömmlichen Spendenorganisationen gibt: Sie kümmert sich um Abläufe und die Kommunikation des Unternehmens.

Victoria Leonhardt arbeitet bei Share the Meal. (Foto: Hellwig)

Die App Share the Meal ist die Handy-Applikation, die dem klassischen Spendenunternehmen wohl noch am Ehesten nahekommt unter den genannten Spenden-Apps. Die Spenden-Applikation arbeitet zusammen mit dem World Food Programme der Vereinten Nationen. Bernhard Kowatsch und Sebastian Stricker hatten die Idee dahinter während eines Sabbaticals. Dabei sei ihnen klar geworden, dass rund 20 Mal so viele Menschen ein Smartphone besitzen, wie es hungernde Kinder auf der Welt gibt. Und dass es doch eigentlich so unglaublich günstig sei, diese zu ernähren. „Diesen großen Pool an Menschen wollten wir anzapfen. Ihnen eine Möglichkeit geben, etwas zu tun“, erzählt Leonhardt.

Die App hat sich selbst den Anspruch gesetzt, für Smartphonenutzer ansprechend und vor allem transparent zu sein. Doch genau hier setzt auch ein Kritikpunkt an der jungen Organisation an.  Burkhard Wilke vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) findet, dass die App zwar relativ offen arbeite – das Unternehmen, mit dem sie zusammen arbeite, nämlich das World Food Programme sei es in Deutschland jedoch weniger.

Die 9-Millionen-Marke der gespendeten Mahlzeiten hat das Unternehmen am Tag zuvor gerade geknackt, Grund zu feiern. „Wir haben ausgerechnet, dass es im Durchschnitt nur 40 Cent kostet, ein Kind einen Tag lang zu ernähren“, erklärt sie. Und deshalb versucht die App auch, die Nutzer und Nutzerinnen durch die kleine Zahl zu überzeugen: „Mach mit! Teile Deine Mahlzeit per Klick mit einem hungernden Kind. Mit € 0.40 ernährst Du ein Kind für einen Tag“, heißt es auf der Homepage von Share the Meal. 40 Cent – das ist ein Drittel Kaffee in der Leipziger Universitätsmensa. 40 Cent – eine Summe, die sogar eine Studentin oder ein Student in der Regel übrighat.

Doch nicht nur die kleine Summe, auch die Einfachheit soll den Smartphone-Nutzer oder die Smartphone-Nutzerin zum Spenden bewegen. „Nicht mehr als zehn Klicks“, so berichtet Leonhardt, benötige man, um sich anzumelden. Für das Spenden darauf sind es noch weniger.

Räume im Industrie-Stil, passend zum Start-up-Charakter der App. (Foto: Hellwig)

Und obendrein motiviert die App die Spendenden dann noch durch diverse Gimmicks. Zum einen erinnert das Ganze an ein Spiel: „Achievements sollen die App etwas zugänglicher machen“, sagt Leonhardt und meint damit, dass der Nutzer oder die Nutzerin beim ersten Spenden ein „Dankeschön“ bekommt. Und bei mehrfachen Gaben kleine Auszeichnungen. Zum anderen wird das Spenden bei dieser App auch ein bisschen zu einem „sozialen Event“, wie es Leonhardt nennt. Mit Facebook verknüpft können die Spendenden Teams bilden, ein Gruppenziel bestimmen und sich gegenseitig motivieren. Natürlich springe nicht jeder darauf an – aber bei einigen Spenderinnen und Spendern sei das sicherlich der Fall. Und die Organisatoren der App haben es sich zum eigenen Ziel gesetzt, immer neue Spendenanreize zu finden und in die Applikation zu integrieren.

Vor einiger Zeit noch konnten Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt bei Google Maps verfolgen, wo sich „ihr Geld“ gerade befindet. Das ist mittlerweile nicht mehr so, das sei nicht angenommen worden, erklärt Leonhardt. Dennoch wirbt die App mit Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit. „Die 40 Cent decken alle Kosten, um das Kind zu ernähren. Es gibt natürlich auch Transaktionsgebühren und einen gewissen Anteil an Adiministrationskosten, beides ist in den 40 Cent enthalten“, erklärt Leonhardt. Beim World Food Programme sei der Anteil der Transaktionskosten zudem sehr gering: Bei nur zehn Prozent liege er, bei anderen Unternehmen läge er bei etwa 30.

Kinder aus Malawi – Share the Meal unterstützt sie durch das Finanzieren von Schulmahlzeiten. (Foto: Sebastian Stricker)

Ehrenamtlich habe Leonhardt zu Beginn, zu Gründungszeiten, für ein halbes Jahr lang gearbeitet. Mittlerweile bekommen die App-Organisatoren ihr Geld aus einem sogenannten „Innovation Grant“, von Innovationsförderern und zum Teil auch von der Bundesrepublik Deutschland.

Wohin das Geld der Spendenden fließt, können sich die Nutzer bei dieser App nicht selber aussuchen. Wenn sie gespendet haben, geht das Geld an das UN World Food Programme. Dieses verteilt dann Gutscheine an Schulen vor Ort, damit sie Schulmahlzeiten kaufen und zubereiten können. Oder es verteilt Gutscheine an Familien, die damit beim Händler vor Ort selbstständig und selbstbestimmt einkaufen können, was sie benötigen, um ihre Kinder zu ernähren.

Derzeit unterstützt die App Kinder in Nigeria und Kamerun, die unter Boko Haram leiden. Zuvor wurden verschiedene Projekte mit syrischen Kindern unterstützt.

Die App setzt dabei auf die akute Unterstützung, möchte aber auch für Nachhaltigkeit sorgen. Damit die Familien zum Ende der einjährigen Unterstützung nicht ohne alles dastehen, wird versucht, nach Ablauf des Förderjahres einen Ersatzförderer zu finden. „Wenn die Projekte aufgebaut sind, springt oft der Staat als Unterstützer ein“, so Leonhardt. Dass das Programm abbreche, könne dann auch leider vorkommen: „Im schlimmsten Fall.“ Die Regel sei es aber nicht.

Nate

(Keine) Werbung auf dem Smartphone-Bildschirm mit der App Nate

„Nathan ist der Schenkende, der Gebende“, erklärt Hubert Eiter. Nate nennt sich deshalb die App, die der Unternehmer gemeinsam mit Freunden gegründet hat. Aus einem Koreaaufenthalt mitgebracht hat er die Idee der Sperrbildschirmwerbung. „Meine Freunde kommen aus der Werbe- und Spendenwelt“, erzählt Eiter. Oft seien Fragen aufgekommen: Wie erreicht man junge Menschen mit Werbung, wie bringt man sie zum Spenden? So haben die Freunde die Ideen zusammengebracht. Die Werbewelt freut sich über Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer, die mehrfach täglich mit ihren Produkten konfrontiert werden. Und die Nutzer der App haben einen Anreiz, die Werbung auch anzusehen – wenn sie damit etwas Gutes tun.

Hubert Eiter ist einer der Gründer der App Nate. (Foto: Nate)

Der Smartphone-Bildschirm als Werbefläche habe zwei Vorteile. Zum einen könne Werbung großflächig angezeigt werden, zum anderen sei der Blick auf den Bildschirm in das Nutzer-Verhalten integriert. Rund 10 bis 15 Mal am Tag schaue ein Mensch im Schnitt auf das Display, so Eiter. „Damit wäre doch allen geholfen“, sagt er. Doch so einfach ist es nicht.

Bei der App Nate schauen sich Nutzerinnen und Nutzer der App Werbung an, die Gelder der Werbetreibenden werden gespendet. (Foto: Nate)

Eigentlich war es so geplant: Die Nutzer entsperren ihren Bildschirm, sehen sich die Werbung an, spenden pro angesehenem Flugblatt ein bis zwei Cent – ohne selber wirklich Geld in die Hand zu nehmen. Die Projekte, die sie unterstützen möchten, dürfen sich die Nutzer und Nutzerinnen selber aussuchen. Sogar eigene gemeinnützige Projekte dürfen sie starten. Rund 400 Projekte konnten auf diese Weise bereits unterstützt werden, rund 26000 Euro ausgezahlt. Von den eigenommenen Geldern gehen je rund 80 Prozent an die Projekte, 20 Prozent finanzieren die App an sich.

Und doch: Aktuell befindet sich Nate in einer „Sendepause“, wie Eiter es nennt. „Es hat sich einfach nicht rentiert“, sagt er. Am Anfang haben die Gründer selber Geld investiert. „So ein Modell steht und fällt aber mit schnellem Wachstum“, erklärt Eiter. Werbende wollen nur zahlen, wenn sie so auch viele Menschen erreichen – Nutzer sind nur an der App interessiert, wenn auch viele Werbende spenden. Und irgendwann sei der Punkt erreicht worden, an dem Eiter und seine Kollegen die App nicht mehr alleine finanzieren konnten. „Leider haben wir noch keine Zusage für eine Großspende erhalten“, meint Eiter.

Und dabei ist Eiter überzeugt von seiner Idee: „Jeder Euro, der von Werbegeld in Spendengeld ausgegeben wird, ist ein guter Euro.“ Schließlich würde das Geld ja sowieso ausgegeben. Wann und ob es weitergeht, ist derzeit noch offen. Derzeit gibt es auf den Displays der Spendewilligen also keine Werbung von Nate.

Smoost

 Wie Robin Hood? – Werbegelder in Spendengelder umwandeln mit Smoost

Ein ähnliches Konzept wie die App Nate hat auch die App Smoost. „Spende ohne einen Cent auszugeben mit der App Smoost“, wirbt ein Video auf der Website der Spenden-App. Auf dem Bildschirm zu sehen: viele rosafarbene Herzchen, das Logo der Applikation. „Es ist ein bisschen wie bei Robin Hood. Mit jedem Klick bei Smoost nutzt du das Geld der Werbeindustrie, um ein Hilfsprojekt deiner Wahl zu unterstützen.“

Die Gründer von Smoost: Rainer Rother (links) und Thomas Helmrich (rechts). (Foto: Smoost)

Gegründet haben das Ganze der Bamberger Rainer Rother und Thomas Helmrich. Wie bei Nate, schauen auch hier die Nutzer Werbeprospekte an. Fünf Cent gehen pro angesehenem Prospekt an ein gemeinnütziges Projekt. Wofür das Geld gespendet wird und welchen Prospekt sich die Nutzer ansehen, das können sie dabei selbst entscheiden. Rund 1700 Vereine und Spendenprojekte sind derzeit registriert.

Über 300.000 Euro hat die App auf diese Weise schon eingenommen. Drei Viertel des eingenommenen Geldes gehen dann an die Vereine und Spendenerhaltenden. Ihre laufenden Kosten decken die Unternehmer mit einem Viertel des eingenommenen Geldes.

Weitere Spenden-Apps

Weitere Apps

Goodnity

Bei der App Goodnity  beantworten die Nutzer Fragen. Unternehmen zahlen Geld für die Antworten, das Geld wird gespendet.

Moving Twice

„Stell dir vor, du gehst joggen und rettest dabei die Welt“, wirbt die App Moving Twice. Ähnlich wie bei einem Sponsorenlauf spenden hier Unternehmen für die Trainingsrunden der Nutzer. Finanziert werden Charityprojekte, die die Läufer auswählen.

Miles for Meals

Ähnlich wie Moving Twice funktionierte auch die App Miles for Meals. Hier konnten die User joggen, gespendet wurde für den Bundesverband Deutsche Tafeln e.V. Derzeit ist die App im Appstore jedoch nicht verfügbar.

Dignitos 2.0

Bei der App  Dignitos 2.0 spenden Nutzer Geld. Gastronomen können den Betrag online abrufen und in ein Essen für Obdachlose investieren.

 

So funktioniert’s

Der Nutzer braucht sein Smartphone – das ist bei allen Spenden-Apps der gemeinsame Nenner. Aber die technische Funktion, wo das gespendete Geld hingeht und wie sich die Apps selbst finanzieren, dafür haben die App-Macher unterschiedliche Modelle entwickelt. Wie das funktioniert, erklären die App-Entwickler hier im Audio-Interview:

 

Fazit

 

Eine Methode, um junge Menschen zum Spenden zu bringen – das sind wohl all die aufgezählten Spenden-Apps. Aber wie gut funktionieren sie wirklich, wie transparent arbeiten sie und halten sie, was sie versprechen?

Burkhard Wilke vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und Robert Lüdecke vom Phineo-Spendensiegel für Wirkungstransparenz stehen Spenden-Apps zwiegespalten gegenüber. Beide erkennen den Mehrwert der Apps in ihrer hohen Reichweite. „Vor allem Jüngere könnten dadurch zum Spenden motiviert werden“, erklärt Wilke im Spenden-Magazin. Und auch Lüdecke sagt: „Spenden-Apps sind ein charmantes Instrument, um junge Menschen zu motivieren, Gutes zu tun.“

Transparenz als Problem der Apps

Probleme erkennen Wilke und Lüdecke jedoch auch; vor allem in der Transparenz der Apps. Wie transparent eine Spendenorganisation ist, das lasse sich an verschiedenen Punkten festmachen. „Vor allem gilt es, nicht nur darauf zu achten, wohin das Geld geht, sondern auch was es konkret vor Ort bewirkt“, erklärt Lüdecke. Es solle nicht nur heißen: 20.000 Menschen wurde geholfen, sondern auch: Was hat sich konkret bei den Menschen vor Ort geändert? Was hat sich gesellschaftlich geändert? Deutlich würde das, wenn man sich die Visionen der Organisationen anschaue. Diese müssten deutlich und klar formuliert sein, Ziele konkret abgesteckt. Dabei gelte stets: Die Nutzenden müssen sich gut informiert fühlen, auf der Homepage müssen die Ziele zu finden sein, wie Wilke und Lüdecke betonen.

Sowohl bei Smoost als auch bei Share the Meal wird es den Nutzenden leichtgemacht, den aktuellen Spendenstand zu verfolgen: Die Apps zeigen an, wie viele Menschen bereits gespendet haben und wie viel Geld dadurch zusammengekommen ist.

„Die App Share the Meal ist relativ gut, aber das World Food Programme ist in Deutschland recht wenig transparent“, findet Wilke vom DZI. Schaut man sich die genannten Apps im Vergleich an, so fällt auf, dass Share the Meal verschiedene Projekte anpreist – die Nutzenden finden auf einfachem Wege heraus, welches Projekt aktuell unterstützt wird. In der App wird angezeigt, wie viel Prozent eines Projektes bereits erreicht wurden. Die Nutzerinnen und Nutzer wissen, dass mit dem Geld Kindern geholfen werden soll – und sie können nachlesen, dass das Geld in Schulmahlzeiten oder Gutscheine investiert wird.

Bei Nate und Smoost verhält es sich hier schon schwieriger. Interessierte können, beziehungsweise konnten, zwischen verschiedenen Projekten wählen, es gab also kein einheitliches Ziel und auch das Informationsmaterial konnte nicht konzentriert aufgezeigt werden.

Die Spender-Beziehung fehlt

Einher mit den Transparenz-Problemen der App ginge auch ein anderes Problem. „Die Spender-Beziehung könnte verloren gehen“, vermutet Lüdecke. Er meint damit, dass Spendende sich bewusst für eine Spende entscheiden und sich entsprechend informieren, eine Beziehung zum Projekt aufbauen, die von Bestand ist. Insbesondere bei Apps wie Smoost sei das der Fall: Wenn es rund 1700 zu unterstützende Projekte gibt oder Nutzende gleich in einen ganz allgemeinen Topf spenden kann, wie soll der Spendende dann noch groß an Erfolgen interessiert sein? Dieser Reiz geht dabei verloren.

Wie viel des Spendengeldes geht für das Betreiben der App drauf?

Die App Share the Meal hat sich als eigenes Ziel festgesteckt, transparent zu sein. Auf der Homepage heißt es, dass 40 Cent benötigt werden, um ein Kind einen Tag lang zu ernähren. Wie viel der 40 Cent allerdings an welcher Stelle des Spendenprozesses hängenbleiben, nach diesen Angaben sucht ein Nutzer oder eine Nutzerin vergeblich. Dass 90 Prozent des Geldes „in den Kampf gegen den Hunger“ investiert werden, das können die Nutzerinnen und Nutzer der App mit etwas Suchgeschick unter den FAQs nachlesen. Smoost hingegen erklärt auf seiner Homepage deutlich: Ein Viertel des von den Werbetreibenden gespendeten Geldes geht für das Betreiben der App drauf. Genauer aufgeschlüsselt ist allerdings auch das nicht. Die App Goodnity, betont Wilke, nennt keine konkreten Zahlen zur eigenen Finanzierung. Und auch bei Nate sucht man danach vergeblich.

Wie vertrauenswürdig sind die unterstützten Projekte?

Burkhard Wilke betont, dass eine Spenden-Plattform die Vertrauenswürdigkeit der Projekte, die unterstützt werden sollen, sicherstellen muss. Hier erkennt Wilke besonders bei der App Smoost Mängel: Die App „lässt die Frage offen, wie die Plattform die Seriosität der mehr als 1000 unterstützten Vereine sicherstellen will“, schreibt er im Spenden-Magazin. Goodnity wähle hier den einfacheren Weg, da Nutzende zwischen Projekten, die mit dem DZI-Siegel ausgezeichnet sind und Spenden über die Plattform Betterplace wählen könne. Share the Meal arbeitet mit dem World Food Programme zusammen. Wilke kritisiert daran: „Bei Share the Meal liegt das Informationsdefizit nicht bei der App selbst, sondern beim World Food Programme: Hier sucht man einen aussagekräftigen Jahresbericht mit verlässlichen Jahresabschlussdaten vergebens.“

Datensammeln als Problem

Weiter erklärt Wilke, dass Transparenzdefizite besonders bei Apps wie Goodnity oder Smoost ins Gewicht fallen. Ähnlich ist auch Nate zu bewerten. Denn hier gehört das Übermitteln von persönlichen Daten zum Geschäftsmodell.

 

So charmant die Idee von Apps als Spenden-Akquisitoren auch ist – Defizite weisen sie alle auf. „Die meisten Spenden-Apps stecken noch in den Kinderschuhen“, wertet Wilke. Lüdecke warnt vor allem vor einer Gewissensberuhigung, die diese Apps hervorrufen könnten. Er befürchtet, dass die Gebenden im realen Leben wegen der Apps nun weniger bereit sind, zu spenden. Dennoch betont Lüdecke: „Grundsätzlich begrüßen wir neue Wege, die Spendenbereitschaft zu wecken und vor allem, neue Kreise zu erschließen. Wir haben aber in der Praxis bisher noch kein Konzept erlebt, das nennenswerte Summen bewegt hat.“

 

Von Lauren Ramoser und Theresa Hellwig

 

Hilfsorganisationen – Mitgefühl wecken oder Stereotype verstärken?

Geht es um Hilfsorganisationen in Deutschland, fallen einem zahlreiche Namen, vielleicht sogar ganze Werbeslogans der Organisationen ein. Kein Wunder, ob an der Bushaltestelle oder am Bahnhof, die großen Plakate mit weinenden Kinderaugen oder hungernden Menschen kennen wir alle. Gerade zur Weihnachtszeit werben die Organisationen um Spenden, immer mit der impliziten Botschaft, auch mal an Andere zu denken – Menschen denen es schlechter geht als uns. Dabei bleibt der schale Beigeschmack, ob diese Bilder nur Mitgefühl wecken oder auch bereits bestehende Bilder in uns verstärken – Stereotype?

Afrika ist ein gutes Beispiel. Das Wissen über den Kontinent und seine verschiedenen Länder beschränkt sich bei vielen Deutschen auf ein Mindestmaß. Ausgenommen natürlich wir beschäftigen uns tatsächlich bewusst mit dem Kontinent. Ansonsten sehen wir aber eben oftmals das, was uns von Außen über Medien oder Werbung an uns herangetragen wird. Dazu gehören auch die Plakate von Hilfsorganisationen. In der täglichen Berichterstattung nehmen afrikanische Länder eine Nebenrolle ein, es sei denn es geht um Kriege, Konflikte oder Hungersnöte. Selbstverständlich ist es wichtig über diese Themen zu berichten. Genauso wäre es jedoch auch wichtig, in einer Welt in der wir aufgrund von Globalisierung und Digitalisierung immer mehr zusammenwachsen, uns endlich gegenseitig besser kennenzulernen und voneinander zu lernen. Es gibt nicht nur Kriege und Hungersnöte in Afrika über die es zu berichten gilt.

Über Afrikas Vielfalt und das Potential von Ländern wie Kenia

Um beim Beispiel Afrika zu bleiben, wäre es zunächst wichtig die Vielfalt dieses Kontinents stückweise zu begreifen. Afrika sollte nicht gänzlich in die Schublade der Hilfsbedürftigkeit geschoben werden. Der Kontinent besteht aus 54 Staaten und kann in verschiedene Regionen unterteilt werden. Eine gängige Unterteilung Afrikas ist die in Subsahara-Afrika und Nordafrika, wobei die Wüste Sahara hier als geografische und klimatische Übergangszone verstanden wird. Alles was südlich der Sahara liegt wird daher als Subsahara-Afrika bezeichnet. Der Großteil der afrikanischen Länder zählt zu diesem Gebiet. Selbstverständlich gibt es aber auch zwischen diesen 49 Ländern,  zum Teil große Unterschiede hinsichtlich Geschichte, Kultur, Wirtschaft und Politik. Neben Ländern wie Äthiopien, Ghana, Nigeria, Senegal oder Uganda zählt unter anderem auch Kenia zu der Region Subsahara-Afrika. Kenia gehört zu den Ländern, die sich in den letzten Jahren stark entwickelt haben.

Vor allem wirtschaftlich gesehen, ist das Land im Gegensatz zu anderen Ländern in Ostafrika gut aufgestellt und hat Potential weiter zu wachsen. Die Landwirtschaft ist zwar nach wie vor eine wichtige Einnahmequelle, doch vor allem der Dienstleistungssektor und die IT-Branche spielen eine immer größere Rolle. Die Digitalisierung ist daher für Kenia enorm wichtig. Doch nicht nur für die Wirtschaft ist die zunehmende Digitalisierung eine Bereicherung, sondern auch für die Politik. Durch die wachsende Internetnutzung haben Bürger die Möglichkeit sich besser zu informieren. Das politische Mitspracherecht kann durch das Internet verbessert werden, was wiederum zu einer Stabilisierung der Politik beitragen kann. Auch der Bildungssektor profitiert von der Digitalisierung, da der Zugang für Lehrmaterial für Schüler durch das Internet erleichtert werden kann. Laut der Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland „Germany Trade & Invest“, hat Afrika generell ein großes Potenzial wenn es um Internetwachstum geht. „Lag die Internetdurchdringung in Afrika 2012 noch bei 16% wird sie bis 2025 auf 50% steigen“, so schreibt die Gesellschaft auf ihrer Webseite.

Konflikte gibt es auf der ganzen Welt, Brennpunkte aber benötigen schnelle Hilfe

Kennen wir nur die Probleme afrikanischer Länder?

Letztendlich müssen wir in Europa begreifen, dass der Kontinent Afrika nicht schläft, nur weil wir womöglich nicht viel über Entwicklungen in der Berichterstattung hören. Möglicherweise müssen wir auch lernen neugierig zu bleiben und uns noch mehr für andere Länder um uns herum zu interessieren, der Digitalisierung sei Dank eigentlich kein Problem. Was wiederum die Hilfsbedürftigkeit Afrikas angeht, so gibt es speziell in Subsahara-Afrika immer noch große Armut, Krisen und Nöte. Unter anderem gibt es nach wie vor Probleme mit der Trinkwasser – und Gesundheitsversorgung der Menschen. Ebenso herrscht noch immer in vielen Gebieten Krieg. Konflikte über Ethnien und Terroranschläge verteilen sich über den ganzen Kontinent. Aufgrund des Flüchtlingsstroms begreifen wir nun auch in Deutschland, dass wir die Augen nicht vor den Problemen in anderen Kontinenten verschließen können. Wir wachsen alle zusammen.

Probleme und Konflikte verteilen sich auf der ganzen Welt, aber es gibt eben auch Brennpunkte, die schnelle und gezielte Unterstützung benötigen. Hier sind Hilfsorganisationen gefragt. Sie leisten eine Menge. Zum einen müssen sie vor Ort herausfinden, welche Hilfe konkret benötigt wird und Hilfskonzepte erstellen. Zum anderen müssen sie in dem Teil der Welt, der nicht von diesen Problemen bedroht ist, potentielle Spender erreichen. Dabei sollten sie aber darauf achten, die vorherrschenden Bedrohungen in dem zu helfenden Land menschenwürdig und authentisch darzustellen. Schließlich sollten nicht auch noch Stereotype bedient werden. Bei der Öffentlichkeitsarbeit von Hilfsorganisationen wird oft mit emotionalen Bildern von leidenden Menschen gearbeitet um wiederum andere helfende Menschen zu erreichen.

Isabel Pfaff

Niko Wald

Wenn wir über Stereotype sprechen, sollten wir auch Hilfsorganisationen nicht in einen Topf schmeißen. Zwei Menschen schon lange mit dem Thema Afrika auseinandersetzen sind Isabel Pfaff und Niko Wald. Sie haben eine klare Haltung gegenüber Hilfsorganisationen und deren Umgang mit emotionalen, teilweise klischeebehafteten Bildern. Durch seine Arbeit bei bekannten NGOs in Deutschland hat Niko Wald bereits Erfahrungen mit der Öffentlichkeitsarbeit von Hilfsorganisationen sammeln können: „Seriöse Organisationen haben auch eine professionelle Bildsprache. Sie stellen die Würde des Menschen in den Mittelpunkt. Seriöse Organisationen tun alles, damit Menschen nicht dauerhaft von Hilfe abhängig sind.“ Auch Isabel Pfaff sieht es durchaus kritisch, dass manche Organisationen mit klischeehaften Bildern arbeiten. Allerdings kennt sie das Problem, mit dem auch Hilfsorganisationen kämpfen. Als Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung, berichtet sie oft über Afrika und im Speziellen über Subsahara-Afrika. Ihr liegt der Kontinent am Herzen. Sie stellt dennoch immer wieder fest, dass sich Menschen in Deutschland kaum für Afrikathemen interessieren:

„Das ist ein Problem und das ärgert mich auch, aber ich glaube, man muss trotzdem weiter machen“ (Isabel Pfaff)

Sie erklärt, dass es Hilfsorganisationen womöglich oft ähnlich ergeht, da sie die Menschen hier vor Ort erreichen müssen, um auf Themen und Probleme in Afrika aufmerksam zu machen. Die Redakteurin könne sich daher vorstellen, dass Organisationen manchmal auch auf weniger differenzierte Botschaften zurückgreifen, um überhaupt einen Teil der Bevölkerung in Deutschland zu erreichen. Es stellt sich die Frage, ob die Möglichkeiten des Internets auch für Hilfsorganisationen eine Option sein können, sich und ihre Projekte ausführlicher und offener zu präsentieren? Niko Wald sieht mithilfe des Internets durchaus Chancen für Organisationen ihre Arbeit in mehreren Dimensionen darstellen zu können. „Storytelling ist ein großartiges Instrument, um Spenderinnen und Spender in mehr Facetten zu informieren als das etwa ein Flyer oder ein Plakat könnte. Es ist eine intensivere, authentischere – und aufrichtige – Art, zu vermitteln, um was es geht und warum es wichtig ist, hinzuschauen und Aufmerksamkeit, Zeit und vielleicht auch Geld beizusteuern.“ Es scheint demnach als böte das Internet durchaus Möglichkeiten für Organisationen sich und ihre Projekte transparenter darzustellen. In welchem Maße Hilfsorganisationen diese Option in kommender Zeit auch nutzen werden, bleibt abzuwarten. Möglicherweise besteht auch für den Journalismus die Möglichkeit, eher unliebsame Themen durch Storytelling-Maßnahmen für die Leserschaft interessanter aufzubereiten.

Stereotype können jedoch trotzdem bleiben, da kommt es auf etwas ganz anderes an. Isabel Pfaff sieht es nach wie vor als ihre Aufgabe im Journalismus, Bilder zu brechen ohne dabei die Message aus den Augen zu verlieren:

„Ich will Klischees nicht reproduzieren. Ich will eben gegen solche Bilder arbeiten…“ (Isabel Pfaff)

„Gleichzeitig stehe ich auch oft vor der Situation, dass Dinge, die als Klischee gelten, tatsächlich auch passieren – Kriege, Hungersnöte. Wenn diese Dinge passieren, dann halte ich es schon für meine Pflicht gegenüber den Betroffenen, das auch zu benennen und nicht unter den Teppich zu kehren.“ Es geht also bei der Berichterstattung nicht darum zwanghaft Klischeethemen vom Publikum fernzuhalten nur um Stereotype zu verhindern. Vielmehr geht es um ausgewogene Berichte, welche die Gräuel in anderen Ländern durchaus benennen aber auch Neuigkeiten enthalten, von denen die Leserschaft womöglich noch nicht gehört hat. Für Pfaff bleibt es schwierig, da „das deutsche Publikum oft nur das wahrnimmt, was ohnehin schon seinen Bildern entspricht.“ Dennoch glaubt sie daran, dass man weiterhin ein bisschen gegensteuern muss, um den Menschen auch viel von den positiven Gegebenheiten in den afrikanischen Ländern vermitteln zu können. Der Journalismus trägt daher, ebenso wie die Hilfsorganisationen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit, die Verantwortung, mit klischeebehafteten Bildern vorsichtig umzugehen. Niko Wald ist bewusst, dass es, was das Bild von Afrika betrifft, leider auch viele negative Beiträge von Hilfsorganisationen gibt. Fairness ist ihm dahingehend besonders wichtig, vor allem bei Bildern: „Fair zum einen gegenüber den Menschen, die auf Fotos oder in Videos zu sehen sind: Sind sie überhaupt gefragt worden, haben sie ihr Einverständnis erklärt und wurde ihnen auch erklärt, was hier in Deutschland mit dem Bild passieren soll? Und fair auch gegenüber den potentiellen Spenderinnen und Spendern:“

„…, dass es wirkliche Bilder aus Projekten sind – und keine Models. Aber auch, dass es Bilder sind, die Menschen nicht emotional unter Druck setzen, wie es zum Beispiel bei vielen Fotos mit Kindern ist.“ (Niko Wald)

Ein Fazit

Was können wir also tun? Erst einmal die Hilfsorganisationen nicht alle unter Generalverdacht stellen. Wir sollten bei den Plakaten am Straßenrand nicht wegschauen, aber wir sollten neugierig bleiben und vielleicht auch mal auf die Webseiten der Organisationen klicken, wenn wir mehr erfahren möchten oder ihnen nicht trauen. Generell würde uns in Deutschland eine Portion Neugier und Weltoffenheit ganz gut tun. Dann könnten Stereotype uns weniger anhaben und engagierte Journalisten, die seit Jahren für Afrikathemen kämpfen, würden zu Recht endlich mehr Interesse und eine größere Leserschaft für ihre Beiträge bekommen.