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Bildkorrekturen 2018 – Peacebuilding, Commemorative Culture & Development The journalists’ contribution to conflict resolution

Reconciliation with the past in relation to the present

English

better frame conditions.

In regions with prevailing crises, conflicts and war, the chances of development are severely limited, as peace and stability are essential prerequisites for sustainable development. At the same time, development cooperation is peace building, making an important contribution to the creation of lasting peace.
Human rights are the most important basis in international law. These rights are a concept for peace – a concept that goes beyond the mere absence of war to provide the framework for social justice. A successful peace process includes also the collective resolution of the conflict and the cultivation of a culture of remembrance.
Memory and remembrance, however, are determined on an individual level, there is no collective memory – it emerges through symbols, rituals, monuments, media. Especially in the time during and after a conflict or crisis, common memories are created through which states and nations give each other a common identity.
The media, which are often regarded as the “fourth” power in a state, have a demanding role and at the same time an opinion-forming power. This role must be taken very seriously, especially in conflictual contexts, because media can be instigators of conflict and mistrust between people and peoples, as well as a driving force of tolerance and the strengthening of peace culture. The manner in which the conflict is reported decisively shapes the image of the general public with regard to the conflict and the conflict parties.
The development policy conference for young journalists “Correcting Images 2018: Peacebuilding, Commemorative Culture & Development” therefore focuses on coping with the past of wars and crises on the basis of selected regional examples.
Guests from Bosnia and Herzegovina and Rwanda will have their say as well as journalists from Western Europe. Experts will introduce the context, presenting flagship projects and the challenges as well as the handling of it in Germany, Rwanda and Bosnia-Herzegovina. Journalists who are reporting on these topics will talk about areas of tension and journalistic practice.
The Correcting Images conference 2018 “Peacebuilding, Commemorative Culture & Development” will deal with the challenges of journalistic work in the context of coming to terms with the past. The students are going to receive suggestions for a change of perspective in their own research in an international environment.
“Correcting Images” is an annual, international conference on one aspect of North-South-news-coverage. It brings together students, journalists, foreign correspondents and experts on development cooperation, thus closing the gap between academic studies and working experience.
Deutsch
Aufarbeitung der Vergangenheit
in Bezug zur Gegenwart
In Regionen, in denen Krisen, Konflikte und Krieg herrschen, sind die Chancen auf Entwicklung stark eingeschränkt, denn Frieden und Stabilität sind wesentliche Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung. Gleichzeitig ist Entwicklungszusammenarbeit auch Friedensarbeit und erfüllt einen wichtigen Beitrag für die Schaffung eines beständigen Friedens.
Im internationalen Recht sind Menschenrechte die wichtigste Grundlage. Diese Rechte stellen ein Konzept für Frieden dar – ein Konzept, das über die reine Abwesenheit von Krieg hinausgeht und den Rahmen für soziale Gerechtigkeit liefern soll. Zum erfolgreichen Friedensprozess gehören aber auch das kollektive Aufarbeiten des Konflikts und die Pflege der Erinnerungskultur.
Erinnerung und Gedächtnis sind jedoch etwas Individuelles, ein kollektives Gedächtnis gibt es nicht, es entsteht – durch Symbole, Rituale, Denkmäler, Medien. Insbesondere in der Zeit während und nach einem Konflikt oder einer Krise werden gemeinsame Erinnerungen geschaffen, durch die sich Staaten und Nationen eine gemeinsame Identität geben.
Die Medien, die als „vierte“ Gewalt in einem Staat betrachtet werden, haben eine herausfordernde Rolle und gleichzeitig auch meinungsbildende Macht. Gerade in konfliktiven Kontexten muss diese Rolle sehr ernst genommen werden, denn Medien können sowohl Verursacher des Konflikts und des Misstrauens zwischen Menschen und Völkern sein, als auch Toleranz und die Stärkung der Friedenskultur fördern. Die Art und Weise der Berichterstattung prägt entscheidend das Bild der breiten Öffentlichkeit bezüglich des Konfliktes und der Konfliktparteien.
Die entwicklungspolitische Konferenz für Nachwuchs-Journalistinnen und Journalisten „Bildkorrekturen 2018: Friedensförderung, Erinnerungskultur & Entwicklung“ stellt deshalb die Rolle der Medien im Prozess der Vergangenheitsbewältigung von Kriegen und Krisen anhand ausgewählter regionaler Beispiele in den Mittelpunkt.
Gäste aus Bosnien und Herzegowina und Ruanda kommen ebenso zu Wort wie aus Westeuropa. Expertinnen und Experten führen in den Kontext ein und stellen Leuchtturmprojekte und Herausforderungen sowie den Umgang damit in den Ländern vor Ort dar. Journalistinnen und Journalisten, die sich mit der Berichterstattung zu diesen Themen beschäftigen, erzählen von den Spannungsfeldern und der journalistischen Praxis.
Die Bildkorrekturen-Konferenz 2018 „Friedensförderung, Erinnerungskultur & Entwicklung“ beschäftigt sich mit den Herausforderungen journalistischer Arbeit im Rahmen der Vergangenheitsbewältigung. Die Nachwuchs-Journalistinnen und Journalisten sollen Anregungen für Perspektivwechsel bei ihrer eigenen Recherche im internationalen Umfeld bekommen.
„Bildkorrekturen“ bringt jedes Jahr zu einem Schwerpunktthema Studierende, Journalistinnen und Journalisten aus den betroffenen Ländern und deutsche Auslandskorrespondentinnen und Auslandskorrespondenten sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit über Themen der Nord-Süd-Berichterstattung zusammen, und schließt damit die Lücke zwischen Studium und Praxis.

Panel 2 (Vormittag): Nachhaltigkeit in der Modeindustrie

 

Was ist nachhaltige Kleidung? Welche Rolle spielen Recycling und Upcycling? Und gibt es noch andere Konzepte? Das ist das Thema der Podiumsdiskussion. Dabei tauschen sich Akteure aus Deutschland und Uganda aus.

Friederike von Wedel-Parlow

Friederike von Wedel-Parlow, Designerin aus Berlin


Friederike von Wedel-Parlow berichtet aus der wissenschaftlichen Perspektive. Sie gründete 2016 das „Beneficial Design Institute“. Das Institut richtet den Blick auf Innovation für einen kulturellen Wandel in der Welt mit positiven Auswirkungen auf ökologische, ethische, soziale und ökonomische sowie kulturelle und ästhetische Ebenen. Als Dozentin für „Sustainable Design Strategies“ leitete sie das Masterprogramm „Sustainability in Fashion“ an der Esmod Hochschule Berlin. Außerdem hat sie ihr eigenes Modelabel und assistierte Vivienne Westwood an der Universität der Künste. Friederike von Wedel-Parlow ist beratende Expertin für „Fashion for Good“ aus Amsterdam, Mentorin bei „Swiss Cultural Entrepreneurship“ und Jurymitglied beim “Bundespreis Ecodesign”.

Martin Wittmann

Martin Wittmann, CEO Wittmann Textilien


Martin Wittmann studierte BWL in München und Halle/Saale und spricht aus unternehmerischer Perspektive. Seine Diplomarbeit schrieb er über ethisch-orientierte Strategien im Recycling Business. Er ist Geschäftsführer des familieneigenen Unternehmens, mit Sitz in Bayern. Die Firma mit über 100 Mitarbeitern steht in 50-jähriger Tradition und hat sich auf gebrauchte Mode und Recycling spezialisiert. Außerdem ist er Beisitzer im Bereich Textil des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung. In seinem Vortrag wird er über das positive Image des (Textil-) Recycling sprechen.

Juliet Namujju

Juliet Namujju, CEO Kimuli Fashion


Juliet Namujju ist 21 Jahre alt und berichtet aus der Perspektive Ugandas. Sie hat das Start Up Kimuli Fashions in Uganda gegründet. Sie beklagt, dass die Gesellschaft in Uganda keinen Sinn für Mülltrennung hat. Aus dem Grund werden große Mengen von Plastik nicht getrennt und verbrannt. Dadurch entstehen giftige Gase, die die Bevölkerung schädigen und zur Erderwärmung beitragen. Kimuli Fashion versucht dem etwas entgegenzusetzen: durch Upcycling von Verpackungen.