„Mittendrin statt nur dabei“ Ein Einblick in die Rahmenbedingungen und Herausforderungen der Live-Berichterstattung

Wie funktioniert Live-Berichterstattung auf Social Media-Kanälen? Was muss wann gepostet werden und wer ist für was zuständig? Bei den Bildkorrekturen hat die Deutsche Welle Akademie diese Aufgaben übernommen.

Bildkorrekturen 2016: Eine Konferenz mit vielen Inputs und Eindrücken, über die es zu berichten lohnt. Berichterstattung war die Aufgabe der teilnehmenden Studierenden – ob vor, während oder nach der Veranstaltung. Die Dozentin der Deutschen Welle Akademie Petra Kohnen, die Trainerin Patricia Noboa und der Student Arnold Cosa erzählen, worauf es bei der Live-Berichterstattung ankam, welche Rahmenbedingungen es gab und welchen Herausforderungen die Studierenden gegenüberstanden.

Post Noboa

Die Bildkorrekturen Konferenz 2016 geht live.

 

#Vorarbeit

„Die Aufgaben wurden im Vorfeld verteilt und mit mir vorbereitet. Wichtig war, dass jeder eine Rolle auf der Konferenz hat“, so Kohnen. Im Rahmen des Moduls Projektmanagement wurde die Konferenz angegangen und vorher erarbeitet, wie die Inhalte aussehen könnten und was bereits vorab gepostet werden kann. Kohnen betont, dass es ein festgelegtes Konzept und eine klare Rollenstruktur gab. Daneben war die Social Media-Vernetzung mit den anderen teilnehmenden Studierenden bereits vor der Konferenz besonders wichtig – gerade beim diesjährigen Thema Digitalisierung.

Hinter den Kulissen werden die ersten Videos geschnitten.

Hinter den Kulissen werden die ersten Videos geschnitten.

 

#Inhalte

Inhaltlich wurden nicht nur die Panels und Keynotes abgedeckt, sondern in Form von „bunten Beiträgen“ auf Facebook vor allem auch das Zusammentreffen mit anderen Studierenden und die Atmosphäre aufgegriffen. Auf der Website kamen die Hauptthemen zur Sprache, dazu wurde getwittert und Bilder auf Instagram gepostet, die Panels im Vorfeld angekündigt und festgehalten, an welchem Punkt des Programms die Teilnehmer gerade waren. Ziel war dabei, möglichst viele Leute auf der Konferenz zu erreichen. Um dies möglichst reibungslos zu gestalten, wurden die Studierenden der DW Akademie in Teams eingeteilt, die jeweils ein Aufgabengebiet zugewiesen bekommen hatten: Webmastering, Fotografie, Live-Videos, Tagesberichte für die Website und Entertainment-Videos. Trainerin Patricia Noboa betont, dass neben der (nüchternen) inhaltlichen Aufarbeitung gerade bei den Videos im Mittelpunkt stand, die „andere Seite“ der Konferenz zu beleuchten: Den menschlichen Teil, das Miteinander und die Emotionen der vielen Studierenden verschiedener Universitäten und Institutionen. Zusätzlich bestand durch die Live-Berichte auch für andere Interessierte, die nicht anwesend sein konnten, die Möglichkeit an der Konferenz indirekt teilzuhaben und so „mittendrin statt nur dabei“ zu sein.

Die andere Seite der Tagung.

 

#Vorgaben und #Ziele

Ein Ziel war es, mit der Berichterstattung eine große Reichweite der Beiträge zu erzielen. Das gelingt digital „eher durch Social Media, nicht so sehr durch Klicks auf der normalen Webseite“ (Petra Kohnen). Auch Kritik war willkommen – sei es über das Essen oder die Lautstärke. Zusätzlich zu den offiziellen Accounts von Bildkorrekturen, sollten auch die privaten genutzt und Retweets erzeugt werden. Grundsätzlich wurde Wert auf gute Bildunterschriften und die Benutzung der vorher festgelegten Hashtags #bildkorr16 und #digidev gelegt. Durch die Hashtags war es auch anderen thematisch Interessierten möglich, an den Diskussionen teilzuhaben. Außerdem sollten in den Posts und Tweets provokante Sätze und Statements der Vortragenden und des Publikums aufgegriffen und zur Diskussion angeregt werden.

Nico Wald twittert über Stereotype in Afrika.

Via Twitter werden Statements zitiert: Nico Wald im Kenia-Panel.

Auch auf Facebook werden Zitate der Vortragenden gepostet.

 

#Herausforderungen

Bei der Online-Berichterstattung ist eine funktionierende Internetverbindung Voraussetzung, was im Konferenzverlauf nicht immer der Fall war. Dazu bestand die Schwierigkeit, gute Filme in kurzer Zeit zu drehen und zu schneiden: „Wenn kein Qualitätsanspruch da wäre, wären die Videos jetzt schon hochgeladen. So dauert es doch ein bisschen länger“ (Arnold Cosa).

#Networking

Trotz der Herausforderungen wurden durch die Online-Live-Berichterstattung besonders die anderen Teilnehmer animiert, in Echtzeit zu posten, zu kommentieren, zu diskutieren und Teil der „bunten Beiträge“ zu sein.

Mit 21 und 19 Likes sicherten sich Nico und Lauren den Titel „Top Tweeties“:

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Mit 21 und 19 Likes sicherten sich Nico und Lauren den Titel "Top Tweeties".
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