Drei Frauen, drei Berufsfelder und ein gemeinsames Ziel

Isabel Borkstett, Sonya Winterberg und Katinka Kulens Feistl sind Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Doch alle drei vereint ein Ziel: Der Einsatz für mehr Gleichberechtigung. In einer Podiumsdiskussion berichten sie über ihre Erfahrungen

Isabel Borkstett

FeminismusDer Feminismus ist eine politische Bewegung, die sich für Gleichberechtigung, Menschenwürde und die Selbstbestimmung von Frauen einsetzt und gegen Sexismus kämpft. Dabei will der Feminismus diese Faktoren rechtlich und politisch festsetzen und nicht nur postulieren. Jedoch kann der Feminismus-Begriff in unterschiedlichen Kulturen anders besetzt sein. Der Feminismus fußt auf verschiedene politische Theorien und lässt sich in zahlreiche Strömungen einteilen. Beispiele hierfür sind der radikale Feminismus, der Ökofeminismus oder der sozialistische Feminismus. ist nicht nur Frauensache“

Mit goldenen Dienstabzeichen an den Schulterklappen, grauer Dienstjacke, Hemd und Krawatte und ihre dunklen Haare streng nach hinten gebunden: In Bundeswehruniform sitzt Isabel Borkstett zusammen mit drei anderen Frauen auf der Bühne des Leipziger Festsaals im Neuen Rathaus und spricht in einer öffentlichen Podiumsdiskussion über Gleichberechtigung.

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Seit jeher gilt die Bundeswehr als „männerdominiertes Pflaster“, wie Borkstett selbst betont. Doch davon habe sie sich nicht abschrecken lassen und ist als interkulturelle Einsatzberaterin und GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.ausbilderin seit neun Jahren bei der Bundeswehr tätig. Vor allem in Auslandseinsätzen, in Ländern wie Afghanistan, Mali oder Kosovo ist ihre Arbeit gefragt, denn dort treffen oft unterschiedliche Kulturen und Wertevorstellungen aufeinander. Zu ihren Aufgaben gehört es, bei militärischen Einsätzen zu beraten, die Truppe zu begleiten und ihr Wissen über ethnische, religiöse und soziokulturelle Strukturen der örtlichen Bevölkerung einfließen zu lassen, um kulturell bedingte Konfliktpotenziale zu reduzieren. Mit einem vereinfachtem Beispiel beschreibt sie ihre Tätigkeit: „Wenn eine wichtige Verbindungsstraße von einem Dorf zur nächstgelegenen Stadt gesperrt wird, hat das enorme Auswirkungen für die Bewohner des Dorfes. Die Kinder könnten nicht mehr in die Schule gehen und die Lebensmittelversorgung wäre auch nicht sichergestellt. Auf derartige Folgen muss ich bei der Planung eines Einsatze hinweisen und versuchen, eine Lösung zu finden.“

Borkstett kämpft für die Auflösung von Geschlechterrollen

Dass auch für die Gleichberechtigung von Frauen, vor allem in Krisen- und Kriegsgebieten gekämpft werden muss, weiß Borkstett aus ihrer langjährigen Erfahrung. Sie ist überzeugt davon, dass für dauerhaften Frieden alle Menschen und Bevölkerungsgruppen, insbesondere Frauen und auch Kinder, in den Friedensprozess eingebunden werden müssen.

In ihrer Tätigkeit als GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.ausbilderin versucht sie Vorurteile, festgefahrene Rollenbilder und diskriminierende Wertevorstellungen zu reduzieren.

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Dabei macht sie sich das Multiplikatorprinzip zu Nutze und bildet Einsatzberater aus, die wiederum Einsatzleiter oder Kommandeure in verschiedenen Ländern beraten. So streut sie ihr Wissen und stellt eine Sensibilisierung für Gleichberechtigung, Rücksicht und vorurteilfreies Handeln her. „Zudem lasse ich Experten für bestimmte Regionen, die von dort selbst kommen, in meiner Ausbildung sprechen. Damit wird der kulturelle Bezug zu Einsatzorten verstärkt“, sagt sie.

Unabhängig von der Kultur oder Struktur eines Landes – in einem ist sie sich sicher: „Es bedeutet mehr Freiheit für jeden, wenn es keine geschlechterdefinierten Rollenbilder mehr gibt. Frauen haben vielleicht mit der FeminismusDer Feminismus ist eine politische Bewegung, die sich für Gleichberechtigung, Menschenwürde und die Selbstbestimmung von Frauen einsetzt und gegen Sexismus kämpft. Dabei will der Feminismus diese Faktoren rechtlich und politisch festsetzen und nicht nur postulieren. Jedoch kann der Feminismus-Begriff in unterschiedlichen Kulturen anders besetzt sein. Der Feminismus fußt auf verschiedene politische Theorien und lässt sich in zahlreiche Strömungen einteilen. Beispiele hierfür sind der radikale Feminismus, der Ökofeminismus oder der sozialistische Feminismus.bewegung angefangen, aber im Grunde betrifft es die gesamte Bevölkerung.“ Damit bezieht sie sich auf die Erwartungen innerhalb der Gesellschaft, nach denen Männer beispielsweise keine Schwäche zeigen dürften oder nur Frauen für den Haushalt zuständig seien. „Gibt es keine Erwartungen, die aufgrund des Geschlechts erfüllt werden müssen, bedeutet das ein selbstbestimmteres Leben. Davon profitieren dann auch Männer.“

Diesem Leitsatz folgt sie auch in ihrem Beruf: „Nicht das Geschlecht macht einen guten oder schlechten Soldaten aus. Es kommt einzig und allein auf die individuellen Fähigkeiten an, als Soldat und als Mensch.“ Nach über einem Jahrzehnt Berufserfahrung kann sie sagen, dass auch in einem männerdominierten Pflaster wie der Bundeswehr ein Bewusstsein für Gleichberechtigung und GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.diskussionen eingetreten ist. „Die Schwierigkeit liegt jetzt nur noch in der Umsetzung, dieses Bewusstsein auch bis ins letzte Detail eines Einsatzes sinnhaft einzubauen.“

Sonya Winterberg

Netzwerk für Medienfrauen

Sonya Winterberg erzählt in einer öffentlichen Podiumsdiskussion über ihre Arbeit als freie Journalistin und ist für ihre Recherchen in Krisen- und Kriegsgebiete unterwegs. Zudem setzt sie sich für Frauen im Journalismus ein.

Krieg, Trauma, Integration und soziale Gerechtigkeit – Diesen Themen widmet sich Sonya Winterberg als freie Journalistin, Fotografin und Autorin und ist für Print-, Online- und Rundfunkmedien tätig. Für ihre Recherchen reist sie in Länder wie Afghanistan, Israel oder Palästina und ist dort, im Gegensatz zu klassischen Kriegsreportern, nicht während, sondern erst nach Krisen oder Kriege anzutreffen. Damit versucht sie einerseits den Wiederaufbau zu unterstützen und andererseits auf dortige Missstände aufmerksam zu machen, die es auch nach Krisen oder Kriegen noch gibt.

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In ihrer Tätigkeit sieht sich selbst als Vertreterin des sogenannten „Slow Journalism“, bei dem sorgfältig recherchierte und langfristige Auseinandersetzung mit einem Thema im Mittelpunkt der Arbeit steht. Sie ist ausgebildete Community Organizerin der Industrial Areas Foundation und wurde 2013 in den Vorstand des Journalistinnenbundes gewählt, einem Netzwerk für medienschaffende Frauen, die sich gegenseitig beraten, informieren und fördern.

Darüber hinaus beschäftigt sie sich auch mit Frauen in Krisen- und Kriegsgebieten, die journalistisch tätig werden wollen. „Vor allem durch den technischen Wandel hin zu einer mobilen Internetnutzung via Smartphone wird der Zugang zur Öffentlichkeit erleichtert. Noch vor wenigen Jahren war es für Frauen sehr schwierig, an das Internet heranzukommen. Doch Smartphones und soziale Medien geben den Frauen erstmals die Möglichkeit sich beispielsweise via Twitter oder Bloggs zu äußern.“ Ein wichtiger Punkt sei hier vor allem die Anonymität, mit der Frauen Berichte im Internet veröffentlichen können, denn das bringt auch heute noch große Gefahren mit sich.

Westliche Frauen fungieren oft in ZwitterAls Zwitter werden Menschen bezeichnet, die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale besitzen. Dazu können fehlende Chromosomen führen, versagende Enzyme oder Hormone. Bis vor einigen Jahren unterzog man Zwittern schon früh einer Operation, um sie eindeutig zu Mädchen oder Jungen zu machen. Von dieser Methode ist man in der Schulmedizin jedoch abgerückt. Etwa eins von 10.000 in Deutschland geborenen Kindern ist ein Zwitter. Zwitter werden auch Hermaphroditen genannt, das dritte Geschlecht oder intersexuell.funktionen

Auch bei ihren Recherchereisen konnte sie als Journalistin eigene Erfahrungen sammeln: „Als westliche Frau habe ich den Vorteil in einer sogenannten ZwitterAls Zwitter werden Menschen bezeichnet, die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale besitzen. Dazu können fehlende Chromosomen führen, versagende Enzyme oder Hormone. Bis vor einigen Jahren unterzog man Zwittern schon früh einer Operation, um sie eindeutig zu Mädchen oder Jungen zu machen. Von dieser Methode ist man in der Schulmedizin jedoch abgerückt. Etwa eins von 10.000 in Deutschland geborenen Kindern ist ein Zwitter. Zwitter werden auch Hermaphroditen genannt, das dritte Geschlecht oder intersexuell.funktion tätig zu sein: Einerseits erkennen mich Männer als westliche Frau und damit als vergleichsweise ebenbürtig an. So kann ich in Ebenen vordringen, zu denen einheimische Frauen keinen Zutritt haben. Auf der anderen Seite kann ich aber auch offen mit Frauen sprechen, da ich selbst eine bin“, erzählt sie. Daher konnte sie einen Blick hinter die Fassade der Frauen werfen und sie zum Beispiel zu Hause ohne Burka fotografieren. „Diese ZwitterAls Zwitter werden Menschen bezeichnet, die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale besitzen. Dazu können fehlende Chromosomen führen, versagende Enzyme oder Hormone. Bis vor einigen Jahren unterzog man Zwittern schon früh einer Operation, um sie eindeutig zu Mädchen oder Jungen zu machen. Von dieser Methode ist man in der Schulmedizin jedoch abgerückt. Etwa eins von 10.000 in Deutschland geborenen Kindern ist ein Zwitter. Zwitter werden auch Hermaphroditen genannt, das dritte Geschlecht oder intersexuell.funktion erlaubt mir einen Zugang zur Lebenswelt der Frauen, aber auch der Männer. So kann ich Eindrücke in die Welt hinaustragen, auf Missstände hinweisen und Vorurteile ausräumen.“

Doch nicht nur Frauen in Krisengebieten haben mit Benachteiligungen zu kämpfen. Auch in Deutschland hat Winterberg als weilbliche Journalistin nicht immer einen leichten Stand: „Beispielsweise war ich mit einem Kollegen auf einer Pegida-Demonstration um O-Töne einzufangen“, erzählt sie. „Da musste ich auch den ein oder anderen frauenfeindlichen Kommentar über mich ergehen lassen, da ich als verhasste Journalistin, Stichwort Lügenpresse, unterwegs war und dazu noch weiblich bin.“

Winterberg selbst hatte aber immer das Glück, dass sie, sowohl privat als auch beruflich, von Männern unterstützt wurde, was es für sie leichter machte zügig auf der Karriereleiter voranzukommen.

Katinka Kulens Feistl

„Von 100 inszenierten Fernsehminuten stammen 89 Minuten aus männlicher Regie, nur 11 Minuten aus weiblicher.“

Mit diesem Fakt stieg Katinka Kulens Feistl, eine Mitbegründerin des Vereins Pro Quote Regie in die Podiumsdiskussion zum Thema „Rollenbilder, Vorbilder und Vorurteile“ ein. Sie arbeitet als freischaffende Regisseurin in der Film- und Fernsehbranche. Aktuell ist sie für den Jupiter Award (mit „Nele in Berlin“) und den Strittmatter Preis (mit „Irmas wildes Herz“) nominiert.

Der hohe Anteil an Sendeminuten aus männlicher Regie ist für sie dahingehend problematisch, da das Medium Fernsehen die Pluralität der Gesellschaft abbilden sollte.

Aber warum hat sich trotz Emanzipation, weiblichen Regisseurinnen und Filmproduzentinnen nichts an diesem Aspekt geändert? Kulens sieht einen Grund in den immer noch vorherrschenden Stereotypen und Rollenvorstellungen. Häufig wird angenommen, dass Frauen sich nach Abschluss ihrer filmischen Ausbildung erst einmal auf die Familiengründung und –planung konzentrieren und das Drehen in den Hintergrund rückt. „Ein alleinerziehender Mann, der zudem noch eine Führungsposition innehat, wird als besonders und überaus leistungsfähig empfunden. Eine alleinerziehende Chefin ist aber nicht unbedingt etwas Besonderes“, bemängelt Kulens.

Als ein weiteres Problem empfindet sie die Tatsache, dass bevorzugt Filme produziert werden, die Umsatz generieren. Zwar haben die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender einen Bildungsauftrag und sollten daher unabhängig produzieren können, aber auch hier wird auf die Quote geschielt. Das führe dazu, dass beispielsweise im Kinderfernsehen rund 70 Prozent der Helden männlich sind. Bei nur knapp 15 Prozent bestünde das Team der Hauptcharaktere aus beiden Geschlechtern. Am wenigsten vertreten seien Mädchen als Heldinnen der Geschichte (nämlich nur zu knapp 10 Prozent). Somit werde schon den Kleinsten unterbewusst vermittelt, dass in unserer Gesellschaft eher Männer die Welt retten. Bei Wissensendungen für Kinder herrscht ein ähnliches Verhältnis: Meistens wird von Männern die Welt erklärt.

„Weibliche Stereotype aus Filmen herauslösen“, hierin sieht Kulens einen Schritt zu mehr Gleichberechtigung im Filmbusiness. „Im Moment ist es so, dass der Körperbau männlicher Charaktere in Animationsfilmen wesentlich realistischer dargestellt wird als der ihrer weiblichen Kollegen“, erzählt sie. „Weibliche Figuren werden häufig schlicht auf ihr gutes Aussehen reduziert, während männliche Helden durch ihre Taten und Handlungen glänzen.“ Hier müsse stärker auf eine realistische Darstellung geachtet werden.

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Für Kulens steht fest: „Mehr Gleichberechtigung würde den Beginn einer besseren Welt schaffen!“

Interessant wird die Diskussion vor allem durch die unterschiedlichen Bereiche, in denen sich die drei Frauen für mehr Gleichberechtigung einsetzen.

Die TeilnehmerInnen der Bildkorrekturen lauschen der Podiumsdiskussion.

Foto: Tanja Telenga

So setzt sich Katinka Kulens Feistl, freischaffende Regisseurin und Gründerin von „Pro Quote Regie“, für mehr Gleichberechtigung in der Film- und Fernsehbranche ein: „Es kann nicht sein, dass über vierzig Prozent der Absolventen von Filmhochschulen weiblich sind, es aber nur elf Prozent der Frauen in Primetime Sendungen des deutschen Fernsehens schaffen“, erklärt sie. Schuld an dieser Schieflage seien tiefsitzende Stereotype in der Gesellschaft und strukturelle Probleme. „Vor allem öffentlich-rechtliche Filmförderanstalten sollten unabhängig von Einschaltquoten darauf achten, dass auch Frauen eingebunden werden“, fordert sie. Mit ihrem Verein „Pro Quote Regie“ kämpft sie für die Einführung der Frauenquote. „Nur so können Stereotype aufgelöst und die festgefahrenen Strukturen aufgelöst werden.“

Dem stimmt auch Sonya Winterberg zu. Sie ist als freie Autorin und Fotografin für unterschiedliche Medien tätig. „In den Redaktionen ist die Geschlechteraufteilung ziemlich ausgeglichen“, erzählt sie. „Doch an den Spitzen der Medienunternehmen sieht das anders aus. Dort sitzen deutlich mehr Männer als Frauen.“

Für ihre freischaffende Tätigkeit reist Winterberg oft in Kriegs- und Krisengebiete, um auch dort für mehr Gleichberechtigung für Frauen, Kinder und stark benachteiligte Personengruppen einzutreten. „Es herrscht nicht nur ein Missverhältnis zwischen Männern und Frauen innerhalb der Medienunternehmen in Deutschland. Es herrscht auch ein Missverhältnis in der Berichterstattung“, sagt sie. So will Winterberg durch ihre Arbeit im Ausland auf die Benachteiligung von Frauen in Krisengebieten aufmerksam machen und für mehr Resonanz für derartige Themen in der deutschen Berichterstattung sorgen.

Auch Isabel Borkstett will durch ihre Arbeit als interkulturelle Einsatzberaterin und GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.ausbilderin der Bundeswehr für mehr Gleichberechtigung in und außerhalb der Bundeswehr sorgen. Sie agiert als Bindeglied zwischen der Bundeswehr und der zivilen Bevölkerung zum Beispiel in Afghanistan und berät Kommandeure bei ihren Einsätzen. Zudem ist es ihr Ziel, ein Bewusstsein für Gleichberechtigung in der Bundeswehr zu schaffen. Dafür bildet sie weitere GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.beauftragte aus.

Speed-Interview mit der GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.beauftragten der Bundeswehr

Foto: Telenga

Foto: Telenga

Frau Borkstett, gab es ein einschlägiges Ereignis, dass Sie dazu gebracht hat, sich für Frauen bzw. für die GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.diskussion allgemein einzusetzen?

„Im Militär hat man nicht unbedingt die Wahl, wo man eingesetzt wird. Dienstposten und Aufgabenbereiche werden befohlen. Was mich aber motiviert, ist die Überzeugung, dass vieles (im Zivilen, im Einsatz, in Gesellschaften) besser liefe, wenn das allgemeine Verständnis für gewisse Fragen fundierter wäre. Je mehr ich von der Welt sehe, desto mehr erkenne ich, wie schädlich Ignoranz sein kann.“

Was ist für Sie ein Vorurteil gegenüber 1. Frauen, 2. Männern, das unbedingt ausgeräumt werden sollte?

„Alle pauschal vorgefasste Ansichten sollten ausgeräumt werden, da sie für das Individuum die Chance schmälern, erst einmal als Mensch wahrgenommen zu werden. Charakterliche Fehler, ein schlechter Habitus und sonstige Mängel werden von allein offenbar, und das ist sicherlich keine Frage des Geschlechts. Stereotype werden sich trotzdem nie ganz ausräumen lassen.“

Glauben Sie, dass es bestimme Berufe gibt, für die Männer oder Frauen besser geeignet sind?

„Nein, das glaube ich nicht.“

 Stellen Sie sich bitte vor Sie wären für einen Tag ein Mann? Wie sähe ihr Tag aus?

„Ich würde morgens eine Uniform anziehen und zum Dienst fahren ;)“

Kann man aus Ihrer Sicht GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.ing auch übertreiben?

„Übertreiben kann man alles. Die Frage ist, was ist übertrieben? Und ab wann? Und wer bewertet das? Nehmen wir eine konservative Gruppierung oder Partei, die genervt vom „GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.wahn“ spricht. Ist das Wording angemessen und zutreffend, oder stört sich vielmehr jemand mit einer bestimmten Haltung daran, dass das eigene Weltbild zunehmend in Frage gestellt wird…?“

Speed-Interview mit Katinka Kulens Feistl (Regisseurin)

Frau Kulens Feistl, gab es ein einschlägiges Ereignis, dass Sie dazu gebracht hat, sich für Frauen bzw. für die GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.diskussion allgemein einzusetzen?

„Seit meiner Studienzeit bin ich immer wieder an Punkte gekommen, an denen ich gemerkt habe, hier wird eine Frau schlechter behandelt, als ein Mann, einfach nur weil sie eine Frau ist. Ich habe im Alltag oft die unbewusste Wut gespürt darüber, dass sie es in vielen Situationen schwerer haben als ein Mann, sich durchzusetzen oder auch einfach nur wahrgenommen zu werden. Aber den persönlichen Anlass, Pro Quote Regie zu gründen, habe ich dann gehabt, als ich 2013 die Blackbox aufgeschlagen habe und den Artikel ‚Beruf: Regisseurinnen‘ gelesen habe. Darin wurde aufgezeigt, dass bei vielen Kinoförderentscheiden viele Millionen an öffentlichen Geldern an Kinoprojekte vergeben wurden, und in keinem einzigen Fall gab es eine Frau in der Regie. Da hat mich die kalte Wut gepackt, denn ich wusste ja, dass es genügend Regisseurinnen gibt. Ich wusste, ich muss etwas tun. So geht es nicht weiter.“

Was ist für Sie ein Vorurteil gegenüber 1. Frauen, 2. Männern, das unbedingt ausgeräumt werden sollte?

„Ein sehr schädliches Vorurteil gegenüber Frauen ist, dass sie schwierig sind. Dadurch werden sie von Anfang an skeptischer beäugt und wenn sie aufmucken oder sich einen Fehltritt leisten, wird das viel schneller wahrgenommen und an den Pranger gestellt. MÄNNER SIND GENAUSO SCHWIERIG WIE FRAUEN!“

Glauben Sie, dass es bestimme Berufe gibt, für die Männer oder Frauen besser geeignet sind?

„Nein, ich glaube, dass jeder Mensch anders ist, keiner gleicht dem anderen. Generalisierungen über Frauen und Männer entsprechen immer nur Stereotypen und sind gefährlich, weil sie vorgefasste Meinungen bestätigen. Ich glaube, dass Männer und Frauen für alle Berufe gleich geeignet sind.“

Glauben Sie, dass Sie es leichter in Ihrem Beruf hätten, wenn Sie ein Mann wären?

„Ja, davon bin ich überzeigt. Regisseure, die Erfolg haben, bekommen Aufstiegschancen. Regisseurinnen, die erfolgreich sind, sollen immer wieder das Gleiche reproduzieren. Ich möchte trotzdem nicht mit einem Mann tauschen. Ich bin mit Leidenschaft eine Frau.“

Um eine Frage aus dem Speed-dating aufzugreifen: Glauben Sie, dass sich ‚Männerfreundschaften‘ / ‚Frauenfreundschaften‘ unterscheiden? Kann eine reine Freundschaft zwischen Mann und Frau funktionieren?

„Ja, Mann-Frau-Freundschaften können sehr gut funktionieren. Ich habe selber mehrere Männerfreundschaften. Ich glaube, dass beide Geschlechter gleichermaßen innige und tiefe Beziehungen bzw. Freundschaften haben können. Wie diese Freundschaften gestaltet werden, ist möglicherweise von Mann zu Frau unterschiedlich.“

Kann man aus Ihrer Sicht GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.ing auch übertreiben?

„Sagen wir mal so: Man muss bei diesem Thema immer sehr raffiniert und freundlich vorgehen, um nicht den Gesprächspartner zu verprellen. Es gibt zu viele Vorbehalte gegen das Thema und es eignet sich meiner Meinung nach nicht, es mit Gewalt ins Spiel bzw. ins Gespräch zu bringen. Ich selber versuche immer freundlich-sachlich mit Anderen darüber zu reden. Manchmal so, dass mein Gegenüber gar nicht merkt, dass wir über GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. reden. Das ist meine Strategie.“

Haben Sie ein Vorbild?

„Hillary Clinton, Rosa Luxemburg und Agnes Varda.“