Q&A mit Journalist und Fotograf Till Mayer

Als Journalist und Fotograf erkundet Till Mayer die Welt. Immer wieder führen ihn seine Reisen in Kriegs- und Krisenländer sowie Katastrophengebiete Afrikas, Asiens und Europas. Über seine Arbeit als Journalist und die Rolle der Frau im Kongo hat er einige Fragen beantwortet.

 

Wie haben Sie die Situation und die bestehnden Konflikte bei Ihrem letzten Besuch im Kongo wahrgenommen?

TM: Ich berichtete aus Goma. Dort hausten zu diesem Zeitpunkt rund 200.000 Flüchtlinge beziehungsweise Binnenvertriebene, die vor den Kämpfen geflohen waren. Auch bei den Reisen durch das Land wurde ich natürlich durch starke Militärpräsenz, Checkpoints und Blauhelme erinnert, dass die DR Kongo ein sehr instabiles Land ist.

© Till Mayer

Wie schätzen Sie persönlich die Situation der Frauen im Kongo ein?

TM: Frauen sind die Hauptleidtragenden des Konflikts, bei dem Vergewaltigungen als gezielte Waffen eingesetzt wurden. Viele der Frauen in den Camps haben Unvorstellbares überstehen müssen.

Wie frei haben Sie den Journalismus im Kongo erlebt?

TM: Ich kann wenig sagen, wie lokale Kollegen arbeiten können, da ich nur kurz vor Ort war. Ich konnte mich ungehindert bewegen.

Wie unterscheiden sich Ihre Arbeit und bzw. dahingehende Freiheiten o.ä. im Kongo von denen in Deutschland?

TM: Die Sicherheitslage im Kongo verlangt den notwendigen Respekt.

Welche besonderen Fähigkeiten mussten Sie für Ihre Arbeit im Kongo beherrschen?

TM: Das journalistische und fotografische Handwerkszeug und Respekt vor den Menschen und ihren Schicksalen.

Hatte Ihr Geschlecht einen Einfluss auf die Erfahrungen, die Sie im Kongo machen durften? Hätten sie manche Erfahrungen nicht machen können, hätten Sie den Kongo als JournalistIN bereist?

TM: Bei meiner Recherchereise machte es aus Sicherheitsgründen keinen Unterschied.

Info Till Mayer

Der Journalist und Fotograf mit Herz für Bedürftige

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Wo Leid und Ungerechtigkeit auf der Welt herrschen ist er zur Stelle: Mit Leidenschaft reist Till Mayer als Fotograf und Journalist in Krisengebiete, um denjenigen zuzuhören und Respekt entgegenzubringen, die unter oft widrigsten Bedingungen ihren Alltag meistern. Dabei arbeitet er seit Jahren eng mit dem Roten Kreuz und dem Roten Halbmond zusammen. Zusätzlich engagiert sich Till Mayer außerberuflich für Bedürftige. So ist er ehrenamtlich beim Rotkreuz-Kreisverband Lichtenfels als Vorstandsmitglied und Konventionsbeauftragter tätig. In Kooperation mit der Tageszeitung Obermain Tagblatt (OT), bei der er als Redakteur angestellt ist, hat der Bamberger die OT-Leseraktion „Helfen macht Spaß“ ins Leben gerufen. Über seine Erfahrungen in den Krisengebieten dieser Welt schreibt Till Mayer für Spiegel-Online und zahlreiche Magazine. Seine Fotos schmücken Ausstellungen und Bildbände. Für sein cross-mediales Ausstellungsstück „Barriere:Zonen“ erhielt Till Mayer im vergangenen Jahr den Coburger Medienpreis.

Falls Sie mehr über Till Mayer und seine Arbeit erfahren möchten, laden wir Sie herzlich dazu ein, seine Website zu besuchen.