Sprache ist Macht: GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht Sex, und dem soziokulturellen Geschlecht Gender, unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: Geschlecht. Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht Sex, und dem soziokulturellen Geschlecht Gender, unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: Geschlecht. Gender drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. in den Weltsprachen

von Christine Reissing, Christine Warnecke und Verena Müller

Obwohl sie in aller Munde ist, wird sie in den Medien noch immer kaum verwendet: ge-schlechtergerechte Sprache. Wir haben Medienmacherinnen aus Deutschland, Spanien und den USA gefragt: Wie steht es um das GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.n in euren Sprachen?

Warum nur hat eine junge Frau im Deutschen kein weibliches Geschlecht, warum heißt es „das Fräulein“, „das Mädchen“? Sogar ein Gemüse darf doch „die Rübe“ heißen? So schimpfte Mark Twain bereits 1880 in seinem Essay über „Die schreckliche deutsche Sprache“. Es gibt gewiss keine andere Sprache, die so unordentlich und systemlos daherkommt, klagt er. Überall brauche es ein „der“, „die“ oder „das“. „Ein Baum ist männlich, seine Knospen sind weiblich, seine Blätter sächlich.“ Warum, weshalb?

Dass diese schreckliche Sprache einer Kur bedarf, nicht nur des Sprachwirrwarrs wegen, sondern auch wegen ihrer Diskriminierung aller nicht-männlichen Personen, haben auch die Neuen Deutschen Medienmacher erkannt. Insbesondere die Sprache der Medien. Die Forderung dieser Medienschaffenden unterschiedlicher kultureller Wurzeln daher: „Die Verwendung einer gendergerechten Sprache in den Medien sollte thematisiert und debattiert werden, hier herrscht viel Uneinigkeit und Diskussionsbedarf.“ Als erste Konsequenz daraus entwickelten sie ein Glossar, das Formulierungshilfen für eine nicht-diskriminierende Sprache bietet. Gleich zu Beginn weisen sie dabei auch auf die GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.-Problematik in der Mediensprache hin:

„Weil dieses Glossar sich an Medienschaffende wendet und in den Medien bisher (noch) kaum gegendert wird, beschränken wir uns im NdM-Glossar zum größten Teil noch auf die männliche Form, meinen aber immer auch die weibliche. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die Verwendung einer gendergerechten Sprache in den Medien thematisiert und debattiert werden sollte, hier herrscht viel Uneinigkeit und Diskussionsbedarf.“

Am Anfang ist das Wort

Dass Diskriminierung durch Sprache nicht nur ein unbestimmtes Gefühl ist, belegen zahlreiche psycholinguistische Tests – und das sogar über die verschiedenen romanischen Sprachen hinweg. So fand eine internationale Studie unter dem bezeichnenden Titel „Au-Pairs sind selten männlich“ heraus, dass sowohl im Deutschen als auch im Englischen und Französischen die Probanden mit verschiedenen Rollenbezeichnungen deutlich häufiger männliche Repräsentanten assoziierten, wenn ihnen lediglich die maskuline Gruppenbezeichnung angegeben wurde. Demnach waren „Ärzte“ oder „Anwälte“ über die verschiedenen Sprachen hinweg vorwiegend männlich, wenn ihnen nicht gleichzeitig deren Femininum dargeboten wurde. Im Gegenzug wurden mit „Krankenschwestern“ und „Putzfrauen“ rein weibliche Domänen assoziiert.

Frauen sprachlich daher sichtbarer zu machen, fordern seit Langem viele Sprachwissenschaftler. Darunter auch André Meinunger, Sprachwissenschaftler an der Universität Leipzig, der aktuell an einem Buch zum GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.n in der Justizsprache arbeitet.  „An vielen Stellen müssen wir, wie es Luise Pusch, die wohl bekannteste feministische Linguistin, so schön gesagt hat, unsere Sprache noch auf ‚Vorderfrau’ bringen.“ Gerade den Medien würde hier eine entscheidende Rolle zufallen.

JournalistInnen als Meinungsmacher

Denn JournalistInnen nehmen Einfluss, haben Deutungsmacht und tragen damit auch Verantwortung. Durch die Wahl der Themen, der Geschichten, der Perspektiven und im letzten Schritt auch der Worte geben sie dem Publikum eine Richtung vor – nicht nur in Kommentaren und Leitartikeln, sondern selbst in vermeintlich objektiven Nachrichten.

Gerade Sprache ist also keineswegs ein neutrales Handwerkszeug, das die Welt einfach nur abbildet oder alle Menschen in gleicher Weise anspricht. Vielmehr spiegeln sich in ihr gesellschaftliche Norm- und Wertvorstellungen aus. Manchmal können kleinen Nuancen, den feinen aber kleinen Unterschied machen. Da jeweils die passende Formulierung zu finden, ist sowohl im Deutschen, über das schon Mark Twain schimpfte, als auch in anderen Sprachen gar nicht so einfach.

Die Gretchenfrage

Wir stellten sie daher, die Gretchenfrage: Wie hältst du’s mit der Sprache? Deutsche, amerikanische und spanische Medienmacherinnen über ihre Erfahrungen mit geschlechtergerechter Sprache.

Ebru Tasdemir ist freie Journalistin, unter anderem für die taz. Sie hat „hate poetry“ erfunden, bei dem sexistische oder rassistische Leserbriefe vor einem Publikum rezitiert werden, und ist Mitglied bei den Neuen Deutschen Medienmachern, die sich für Vielfalt in den Medien einsetzen.

Ob ProfessorInnen, Professorinnen, Professor*innen oder Professor_innen – ob also Binnen-I, generisches Femininum, Sternchen- oder Unterstrichvariante – die Vielfalt ist groß. „Jede Form hat ihre Berechtigung und ihre Entstehungsgeschichte“, so Ebru Tasdemir von den Neuen Deutschen Medienmachern. „Ich persönlich finde das Binnen-I manchmal veraltet und nutze gern das Sternchen.“ Letztlich gehe es jedoch mehr um die Sensibilisierung für nicht-sexistische Sprache.

Englisch ist gerechter

Deutsch mit seinen drei grammatischen Geschlechtern scheint es einem manchmal aber auch besonders schwer zu machen. Wie steht es um die Geschlechterfrage im scheinbar neutraleren Englisch, das ohne grammatisches Geschlecht auskommt?

Kelly Fisher studiert internationalen Journalismus in Athens, Ohio (USA). Als freie Journalistin interessiert sie sich besonders für gesellschaftskritische Themen wie Rassismus und sexuelle Diskriminierung, beispielsweise homo-, bi- und transsexueller Studenten in Ohio.

Es zeigt sich also: Selbst wenn die englische Sprache per se gerechter ist, sucht auch sie nach geschlechtsneutralen Alternativen – für männliche genauso wie für weibliche Bezeichnungen: Immer häufiger wird der „Policeman“ wird zum geschlechtsneutralen „Policeofficer“, die „Stewardess“ wird zu zum geschlechtsneutralen „Flight attendant“. Und auch der Staat Washington im Nordwesten der USA hat gerade etwas Ähnliches wie die Uni Leipzig gemacht. Dort wurde die gesamte Verfassung des Staates in eine geschlechtergerechte Sprache umgeschrieben. Alles, das mit “-man” endete, wurde geändert. „Chairman“ heißt jetzt durchgehend „chair“, und „freshman“ wurde zu „first year student“. Die Pronomen „his“ und „her“ werden zum neutralen „their“, wenn das Geschlecht der Person nicht bekannt ist – also „Someone forgot their book on the table“.

Und im Spanischen?

Paula Gonzalo ist Direktorin von periodismociudadano.com, einer spanischsprachigen journalistischen Plattform, die sich besonders mit Gesellschaftsthemen beschäftigt. Hierzu zählen auch GenderIm Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht "Sex", und dem soziokulturellen Geschlecht Gender", unterschieden. Im Deutschen gib es allerdings nur einen Oberbegriff: "Geschlecht". Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus. Gender“ drückt aus, dass geschlechtsspezifische Zuschreibungen dynamisch und veränderbar sind. Der Begriff geht über die biologische Unterscheidung zwischen Geschlechtern hinaus.-Themen, wie etwa Wikipedia und das männlich geprägte Bild, das die größte Online-Enzyklopädie verbreitet.

Auch in Spanien haben Verwaltungen, Universitäten und Gewerkschaften bereits Anleitungen herausgegeben, um einen nicht-sexistischen Sprachgebrauch zu fördern. Darin schlagen sie vor, bei Gruppenbezeichnungen immer die männliche als auch die weibliche Formen zu nutzen oder, wo dies möglich ist, neutrale Oberbegriffe zu suchen. Aus „Lehrer und Lehrerinnen“ werden „Lehrkräfte“, aus „Stipendiatinnen und Stipendiaten“ werden „Personen mit Stipendium“.

Doch auch hier sind diese Initiativen noch immer heftigem Widerstand ausgesetzt. So warf ihnen beispielsweise Spaniens Königliche Sprachakademie (RAE) bereits mehrfach vor,Grammatik und Syntax der Sprache zu beschädigen –  darunter auch in der größten Tageszeitung des Landes, El País.

Und was nun? Eine Bilanz

Die Diskussion geht also über Deutschland hinaus. So unterschiedlich in diesen drei indo-germanischen Sprachen mit den Ungleichheiten umgegangen wird, so sehr lassen sich doch im Wesentlichen zwei Wege ausmachen: Entweder wird das Geschlecht sichtbar gemacht, indem man explizit zwei Gruppen – männlich und weiblich – anspricht. Da stößt jedoch die Neutralität schon an ihre Grenzen. Oder es greift die Variante der geschlechtsneutralen Formulierungen.

Was davon jeweils genutzt wird, kommt auf die Struktur der Sprache und den kulturellen Kontext an. Das kann auch der Leipziger Sprachwissenschaftler André Meinunger nur bestätigen:

„Was nützlich ist, hängt vom Ziel ab. Wenn provoziert und zum Nachdenken angeregt werden soll, ist im Deutschen das generische Femininum beispielsweise geeignet, das Gruppen verschiedener Geschlechter mit einem allgemein weiblichen Begriff bezeichnet. Vielleicht auch ab und zu das Pronomen ‚frau’ statt ‚man’.“

Wenn jedoch ein allgemeiner Sprachwandel erzielt werden soll, mit dem sich ein Großteil der Sprachgemeinschaft wohlfühlt, sei seiner Auffassung nach weitere Kreativität gefordert.

Letztlich ist es vermutlich gar nicht entscheidend, welche Form JournalistInnen der verschiedenen Sprachkreise in ihrer täglichen Arbeit wählen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie auf unverbissene Art zum Nachdenken über unsere Männersprache und die damit assoziierten Rollenbilder anregt – und das nicht nur in Beiträgen, die sich inhaltlich mit Geschlechterrollen beschäftigen. Und letztlich ist Sprache dahinter vor allem auch eines: Gewöhnungssache.