„Silent revolution of Afghanistan“ – ein Land voll starker Frauen.

Selbstbestimmte Frauen in Afghanistan? Die meisten Geschichten die uns aus dem Land am Hindukusch über die Medien erreichen, zeichnen ein anderes Bild. Doch es gibt sie – zahlreich. Auf der Bildkorrekturen-Konferenz stellte diese Frauen die afghanische Aktivistin und Künstlerin Nahid Shahalimi dem Publikum vor. Shahalimi bezeichnet sie als „silent revolution of Afghanistan“.

Screenshot | Twitter

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Über 20 Gesichter von afghanischen Frauen flimmerten über die Projektion des Beamers. Jede von ihnen hat Nahid Shahalimi persönlich getroffen. Unter ihnen sind nicht nur junge Afghaninnen, der sogenannten „neuen Generation“, sondern auch viele ältere, die die Herrschaft der Taliban nicht aus der Sicht eines Kindes kennengelernt haben.

Ihre Geschichten bewegten während der Konferenz nicht nur das Publikum. Auch Shahalimi wirkte beim Erzählen erneut von dem Einsatz der Frauen, etwas für sich und ihr Land zu tun, gerührt. „Jede von ihnen sollte einen Friedensnobelpreis erhalten“, erklärte Shahalimi mit brüchiger Stimme.

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Nicht nur die Geschichte der 70-jährigen Pigeon, die Männer vor dem Terror Al-Qaidas rettete, zeigt, dass die Frauen Afghanistans wehrlos und machtlos sein müssen. Tatsächlich sind sie in den unterschiedlichsten Bereich aktiv dabei, etwas für den Wandel in ihrem Land zu tun.

Let’s make us famous by art, not war. – Zitat einer afghanischen Graffitikünstlerin

Da sind eine Pilotin und eine Architektin, die selbstbestimmt und vor allem erfolgreich vermeintlich „männliche“ Berufe ausüben. Da sind die Frauen des Vereins „Skateistan„, die mithilfe von Skateboardfahren die Grenzen von Stammeszugehörigkeiten und sozialer Herkunft in Afghanistan überwinden wollen.

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Doch auch wenn sich die Frauen in sämtlichen gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Bereichen engagieren, der Krieg ist noch immer überall. Die Afghaninnen gehen oftmals hohe Risiken ein, um für sich und die Selbstbestimmung der Frauen in ihrem Land einzustehen.

So auch Mariam Sediqi, die als Moderatorin für das einzige Frauenradio Afghanistans arbeitet. Schon häufig wurde es gefährlich für sie. Drohungen und Angriffe sind keine Seltenheit. Erst vor wenigen Monate musste Sediqi pausieren. Aufgeben wird sie, genauso wie alle anderen Frauen, trotzdem nicht.

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